VP-Riha: Sprachförderung im Kindergarten braucht genügend Kindergartenplätze

Zumindest ein Jahr vor Schulbeginn sollte für jedes Kind ein Kindergartenplatz zur Verfügung stehen

Wien (OTS) - "Jedes dritte Kindergartenkind in Wien hat gut ein
Jahr vor Schulbeginn Probleme mit der deutschen Sprache. Wenn Bürgermeister Häupl das letzte Kindergartenjahr verpflichtend fordert, sollte er nicht verschweigen, dass eine Verpflichtung auch daran scheitert, dass in Wien nicht einmal für die fünf- bis sechsjährigen Kinder Kindergartenplätze in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Wien ist hinsichtlich der Betreuungsquote der drei-bis sechsjährigen Kinder Nachzügler im österreichischen Vergleich. Allein in der Altersgruppe der Fünf- bis Sechsjährigen fehlen mindestens 10 % der benötigten Plätze" so heute die Wiener ÖVP Gemeinderätin Monika Riha.

Gebührenfreier Kindergarten gilt nicht für alle Kinder

"Es wäre auch nicht notwendig gewesen, dass Bürgermeister Häupl fast acht Jahre gebraucht hat, um die langjährige ÖVP-Forderung nach einem gebührenfreien Kindergarten zu übernehmen. Noch weniger nachvollziehbar ist, dass auch in Zukunft für Kinder unter drei Jahren ein Kindergartenbeitrag zu entrichten sein wird, wenn nicht beide Elternteile berufstätig sind. Dadurch bleiben gerade Kinder aus bildungsfernen Schichten weiterhin benachteiligt" so Gemeinderätin Riha weiter.

Bürgermeister Häupl muss seine Ankündigungen auch realisieren

"Herr Bürgermeister Häupl sollte seinen Ankündigungen nun einmal Taten folgen lassen. Die Liste der Baustellen ist lang - fehlende KindergartenpädagogInnen, der nicht vorhandene Rechtsanspruch, und auch der von der ÖVP seit Jahren geforderte und noch immer nicht für alle Kindergärten umgesetzte Bildungsplan. Bildungspläne sind nur dann sinnvoll, wenn sie in der Praxis von allen Betreuungseinrichtungen angewendet werden, das ist derzeit in Wien nicht der Fall", so Riha weiter.

"Jetzt ist die Zeit, wichtige Maßnahmen für die Bildungseinrichtung Kindergarten umzusetzen. Ich hoffe, die SPÖ hat jetzt endlich erkannt, dass Handlungsbedarf besteht", schloss Riha.

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