Dramatische Auswirkungen der Krise: Plus 55,8% Arbeitslose in Oberösterreich

Frais: "Den betroffenen Menschen in unserem Bundesland jetzt rasch helfen"

Linz (OTS) - Erschütternde 11.673 Arbeitslose zusätzlich gegenüber dem März 2008 weisen die aktuellen Arbeitsmarktdaten (Stand 1.4.09) für Oberösterreich aus. "Unser Bundesland hat damit gemeinsam mit Salzburg den steilsten Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Die schwerwiegenden Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise sind mit voller Wucht am Arbeitsmarkt angekommen", stellt SP-Klubobmann Dr. Karl Frais klar. Die SPÖ hat bereits vor Bekanntwerden dieser Zahlen eine Aktuelle Stunde zum Thema "Zusammenhalt gegen Krise - Maßnahmen des Landes für die Bevölkerung" sowie vier konkrete Dringlichkeitsanträge für die morgige Landtagssitzung eingebracht. "Die Krise, die aus ihr resultierende Dramatik am Arbeitsmarkt - das sind die Themen, denen sich die Politik stellen muss. Es ist daher bedauerlich, dass VP/Grün durch ihr Veto unsere Aktuelle Stunde zur Krise und für konkrete Hilfsmaßnahmen für die betroffenen Menschen verhindert haben", so Frais.

Zusätzlich zum Anstieg der Arbeitslosenzahlen um 55,8% gegenüber März 2008 ist in Oberösterreich auch die Anzahl der Menschen in Schulungsmaßnahmen überproportional gestiegen. "9.874 Menschen insgesamt und damit um 17% mehr als im Vorjahr sind derzeit in Schulungsmaßnahmen des AMS und fallen nicht in die Arbeitslosenstatistik. Auch hier ist der Anstieg mit 17% in Oberösterreich stärker als im Bundesdurchschnitt mit 12,5%. Viel extremer aber ist das Verhältnis bei den Arbeitslosen selbst. In Oberösterreich betrug der Anstieg 55,8%, während dieser österreichweit bei 28,8% liegt. Gerade weil unser Bundesland so stark betroffen ist, müssen jetzt unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden. Die SPÖ hat dazu bereits 4 konkrete Dringlichkeitsanträge für den morgigen Landtag eingebracht. Diese umfassen ein Infrastrukturpaket, Haftungen für Unternehmen und eine Lehrstellenoffensive", so der SP-Klubobmann. Auch die Anzahl der offenen Stellen ist in Oberösterreich mit minus 35,6% stark rückläufig (bundesweit minus 30,5%).

Außerdem verschärft sich die Situation der Lehrlinge zusehends. So ist in Oberösterreich die Gesamtzahl der Lehrstellensuchenden um 17% angestiegen (Bundesschnitt plus 6,6%), während die Anzahl der offenen Stellen um 6,8% abgenommen hat (Bundesschnitt minus 11,4%). "Auch hier muss es ein klares Signal an die Bevölkerung geben, dass die jungen Menschen in unserem Land nicht im Stich gelassen werden. Oberösterreich braucht dringend eine Erweiterung des Angebots an hochwertigen Lehrplätzen", betont Frais.

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