Schatz zu aktuellen Arbeitsmarktdaten: Regierung in der Krise planlos

Grüne fordern Anhebung des Arbeitslosengeldes, zukunftsorientierte Ausbildung und Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen

Wien (OTS) - "Die Arbeitslosenzahlen werden immer alarmierender.
Die Regierung muss das endlich als dringenden Handlungsauftrag erkennen, denn bisher ist sie viel zu planlos mit der Krise umgegangen", kritisiert Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, die noch nicht im geringsten wirksamen Konjunktur- und Maßnahmenpakete der Regierung. Wesentlich seien vor allem drei Handlungsfelder. "Wir müssen verhindern, dass tausende neue Arbeitslose mit ihren Familien in die Armut abrutschen. Mit dem von einem aufs andere Monat massiv geschrumpften Einkommen können oft nicht einmal mehr die laufenden Kosten beglichen werden. Und wenn Schulden für Miete, Strom oder kleinere Anschaffungen gemacht werden müssen, geht die Spirale nach unten rasch weiter. Nur eine deutliche Anhebung der Nettoersatzrate und damit des Arbeitslosengeldes kann Abhilfe schaffen. Jeder Euro der hier investiert wird, fließt unmittelbar über den Konsum der Haushalte in die Wirtschaft. Eine sinnvollere Investition gibt es nicht", erläutert Schatz.

Weiters sei es notwendig, diese Phase des Erwerbsarbeitsmangels für intensive Bildungs- und Schulungsmaßnahmen zu nützen. "Ich spreche hier nicht davon, dass jemand monate- oft jahrelang lernen soll sich zu bewerben, was leider noch immer das Regelangebot des AMS darstellt. Wir brauchen Kurse, die wirklich beruflich qualifizieren für Branchen, die Zukunft haben. Vor allem junge Menschen brauchen dringend sinnvolle Kurse und das rasch. Wir können es uns nicht leisten noch mehr Zeit zu vergeuden", erläutert Schatz und weiter: Es müsse alles daran gesetzt werden Arbeitsplätze zu erhalten und wieder neue zu schaffen. "Es scheint, als sei die Regierung zumindest auf diesem Auge nicht ganz blind. Allerdings funktioniert das, was wir im Parlament schon längst beschlossen haben, offenbar noch immer nicht. Viele Klein- und Mittelbetriebe, die ja die größten Arbeitgeber in Österreich sind, bekommen noch immer keine Kredite von ihren Banken, selbst wenn es sich um kleine Summen handelt. Der Dilettantismus in der Umsetzung ist inakzeptabel, da er weitere Arbeitsplätze kostet", so Schatz.

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