Kickl: Arbeitslosigkeit droht zu explodieren

Wenn SPÖ und ÖVP keine konkreten Maßnahmen setzen, droht im Herbst ein Desaster auf dem österreichischen Arbeitsmarkt - Hundstorfer einzige Enttäuschung

Wien (OTS) - "Die Monate vergehen, aber SPÖ und ÖVP haben bisher kein Gesamtkonzept zum Kampf gegen die Massenarbeitslosigkeit vorgelegt", erklärte heute FPÖ-Arbeitnehmersprecher NAbg. Herbert Kickl zu den aktuellen Zahlen des AMS, wonach in Österreich im März 271.127 Menschen arbeitslos waren. Genauer gesagt müsse man aber von 334.007 Menschen sprechen, denn die Schulungsteilnehmer seien ja ebenfalls davon betroffen. "Das wird in weiterer Folge auch die Armut in Österreich steigen lassen, wenn diesen Menschen keine berufliche Perspektive eröffnet wird", so der freiheitliche Abgeordnete. Jedenfalls sei SPÖ-Hundstorfer als Arbeitsminister bisher eine einzige Enttäuschung. Weder sei in großem Stil in Aus- und Weiterbildung im Rahmen eines weiteren Arbeitsmarktprogramms investiert worden noch gebe es vernünftige Ansätze für eine Evaluierung der Schulungen im Rahmen des AMS. Hier werde offenbar auch bei Schulungszahlen von weit über 60.000 weitergewurschtelt wie bisher.

Kickl warnte auch neuerlich davor, die Jugendarbeitslosigkeit zu unterschätzen. Der Kündigungsschutz bei Lehrlingen müsse wieder verstärkt werden. Zusätzlich müsse im Sinne einer verstärkten Facharbeiterausbildung endlich der dualen Ausbildung wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. "Hier fordert die FPÖ etwa eine Übernahme der Kosten für Berufsschule oder Berufsmatura durch die öffentliche Hand sowie die Wiedereinführung des Blum-Bonus", erklärte der freiheitliche Arbeitnehmersprecher. "Wenn SPÖ und ÖVP den Arbeitsmarkt nicht zur Top-Priorität erklären, dann werden die Arbeitslosenzahlen im Herbst an der 600.000-Marke kratzen", schloss Kickl.

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