Korun zu Traiskirchen: Kommerzielle Lagerverwaltung rächt sich

Echte AsylwerberInnenbetreuung fehlt seit Jahren

Wien (OTS) - "Ein Flüchtlingslager ist kein Campingplatz mit Check in/out und ein paar Informationen an der Anschlagtafel. Da ist schon mehr notwendig", kritisiert Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen. Es räche sich einmal mehr die Fehlentscheidung von Fekter-Vorgänger Ernst Strasser, das Lager in die Hände einer profitorientierten Firma zu geben, anstatt in die Hände erfahrener Betreuungseinrichtungen wie Diakonie oder Caritas.

"Das Lager Traiskirchen ist mit den derzeit kolportierten rund 1000 Flüchtlingen am Limit. Es ist nicht verwunderlich, dass das die Entstehung von Konflikten begünstigt. Dazu kommt, dass das Lager eben nur verwaltet und die Betroffenen nicht betreut werden", kritisiert Korun. Notwendig wäre die Aufteilung des Lagers in kleinere Einheiten und ausreichend Betreuungspersonal.

"Ministerin Fekter ist nicht ´nur´ mit dem Integrationsthema überfordert, auch die Betreuung von AsylwerberInnen ist von Konzeptlosigkeit und Gleichgültigkeit geprägt", so Korun.

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