AMS Wien: 7,1 Prozent mehr Arbeitslose im Februar

Weiterhin geringster Anstieg bundesweit

Wien (OTS) - Das AMS Wien verzeichnete im März einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen gegenüber dem Vorjahr von 7,1 Prozent. Damit waren in Wien 73.584 Personen arbeitslos gemeldet, das sind um 4.905 mehr als vor einem Jahr. Dies ist allerdings der mit Abstand geringste Anstieg aller Bundesländer: In ganz Österreich stieg die Arbeitslosigkeit um 28,8 Prozent.
Auch diesmal waren in Wien Männer weit stärker vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen als Frauen: Erhöhte sie sich bei letzteren um 2,1 Prozent oder 572 auf 27.675 Personen, so betrug das Plus bei den Männern 10,4 Prozent oder 4.333 Personen, womit insgesamt 45.909 Männer arbeitslos gemeldet waren.
Positive Signale kommen vom Wiener Lehrstellenmarkt. Zum einen erhöhte sich die Zahl der neu gemeldeten Lehrstellen um 53 auf 365, zum anderen fiel die zahl der neu Suchenden um 64 Jugendliche auf insgesamt 1.014.
Erfreulicherweise abgeflacht hat sich der Rückgang der neu gemeldeten offenen Stellen: 5.641 Stellen konnte das AMS Wien im März bei Unternehmen akquirieren. Das sind zwar um 1.021 oder 15,3 Prozent weniger als vor einem Jahr - im Vormonat hatte der Rückgang allerdings noch 25,1 Prozent betragen. Leicht Allerdings hat sich auch das Lehrstellenangebot verringert: Dieses fiel um 43 auf 324 Plätze. Positiv entwickelt hat sich die Dauer der Arbeitslosenvormerkung: Diese sank von 103 auf 91 Tage gegenüber März 2009.
"Angesichts der allgemeinen Lage dürfen wir mit der Entwicklung auf dem Wiener Arbeitsmarkt nicht unzufrieden sein", resümiert AMS Wien Chefin Claudia Finster. Mehr als die Hälfte des Arbeitslosenanstiegs entfällt auf die Baubranche, den Metall- und Elektrosektor sowie auf den Tourismus. Positiv bilanziert hingegen der Gesundheitsbereich. "Hier konnte die Zahl der Arbeitslosen gesenkt werden", so Finster. Die Zahl der Schulungen hat das AMS Wien gegenüber dem Vorjahr erhöht: Derzeit besuchen 22.974 Personen Weiterbildungskurse, das sind um 17 Prozent mehr als im März 2008. Finster: "Es ist ein Gebot der Stunde, dass Arbeitssuchende die Zeit bis zum nächsten Job zur Höherqualifizierung nutzen."
Nach Altersgruppen getrennt, fällt das Bild uneinheitlich aus. Stieg die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen bis 24 Jahre um 16,6 Prozent oder 1.531 Personen, so erhöhte sie sich in der Gruppe älter als 45 Jahre nur leicht, nämlich um drei Prozent oder 728 Personen. Weniger stark gestiegen als noch im Vormonat ist die Arbeitslosigkeit unter der ausländischen Bevölkerung, und zwar um 13,9 Prozent; unter der inländischen Bevölkerung betrug das Plus 4,9 Prozent.
Wie schon in den vergangenen Monaten und Jahren konnte auch diesmal die Langzeitarbeitslosigkeit gesenkt werden: Nur noch 782 Personen waren Ende März länger als ein Jahr arbeitslos, damit um 568 oder 42,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.

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