ÖAMTC: Verkehrsstrafen im Ausland können den Urlaub richtig teuer machen (+Grafik)

Slowakei und Deutschland haben seit 1. Februar neue Verkehrsbestimmungen und Strafenkataloge

Wien (OTS) - Eine repräsentative Umfrage der ÖAMTC-Touristik zeigt, dass im Jahr 2008 mehr als die Hälfte aller österreichischen Urlauber mit dem Pkw eine Reise ins europäische Ausland unternommen haben. Aktuellen Trendstudien zufolge sollen die selbstorganisierten Pkw-Reisen in diesem Jahr sogar noch weiter zunehmen. "Autourlauber sollten sich in jedem Fall über die Verkehrsbestimmungen im Reiseland informieren", rät ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant. "Denn die Strafen, die in einigen Ländern bei Verkehrssünden drohen, haben es in sich."

* Slowakei: Mit 1. Februar sind in der Slowakei neue Verkehrsbestimmungen in Kraft getreten. "Neben einer Neuregelung der Tempolimits auf slowakischen Straßen wurden vor allem die Strafen für Verkehrsverstöße deutlich verschärft. Fährt man in der Slowakei zu schnell, kann das mit bis zu 830 Euro sanktioniert werden", warnt die Clubtouristikerin.

* Deutschland: Auch dort ist seit 1. Februar ein neuer Strafenkatalog in Kraft. "Für einige Verkehrssünden muss man nun nahezu doppelt so viel Strafe zahlen wie bisher", weiß die ÖAMTC-Touristikerin. Beispielsweise kann das Missachten einer roten Ampel bis zu 320 Euro kosten. Bei Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss sind schon beim ersten Verstoß 500 Euro fällig, der zweite und dritte Verstoß kosten dann 1.000 beziehungsweise 1.500 Euro.

* Italien war auch 2008 wieder das beliebteste Urlaubsreiseziel der Österreicher. Pkw-Reisende müssen hier jedoch besondere Aufmerksamkeit walten lassen. "Bei Alkoholdelikten mit mehr als 1,5 Promille kann es passieren, dass das Fahrzeug beschlagnahmt, enteignet und zwangsversteigert wird", berichtet Bergant. Aber auch scheinbar kleinere Vergehen wie Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung kommen mit mindestens 155 Euro Strafe vergleichsweise teuer.

* Schweiz: In der Schweiz werden schwere Verkehrsverstöße wie Geschwindigkeitsüberschreitungen und Alkoholdelikte mit besonders hohen Strafen geahndet. "Gut zu wissen ist auch, dass GPS-Navigationsgeräte mit Radarwarnfunktion den Radarwarngeräten gleichgestellt werden und somit verboten sind", erläutert die ÖAMTC-Expertin. Solche Geräte dürfen weder in Verkehr gebracht oder erworben werden, noch in Fahrzeuge eingebaut, darin mitgeführt oder in irgendeiner anderen Form verwendet werden. Polizei- und Zollbehörden stellen diese Geräte sicher und erstatten Anzeige.

* Spanien: "Hier droht bei schweren Vergehen wie dem Fahren mit 60 km/h über der zulässigen Geschwindigkeit oder mit einer Blutalkoholkonzentration ab 1,2 Promille eine Haftstrafe von mindestens drei Monaten", warnt Bergant.

* Skandinavien: Traditionell werden Verkehrssünden in den skandinavischen Ländern besonders hart bestraft. So kann zum Beispiel Alkohol am Steuer in Dänemark gleich einen ganzen Monatsverdienst kosten.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann sich bereits vor Urlaubsantritt in der ÖAMTC-Länderdatenbank unter www.oeamtc.at/reise über Verkehrsbestimmungen im gewünschten Reiseland informieren.

Strafen reisen nach

Wer glaubt, einen Strafzettel aus dem Ausland grundsätzlich ignorieren zu können, irrt. Spätestens bei Wiedereinreise in das Urlaubsland droht die Eintreibung des offenen Strafbetrags vor Ort. Außerdem können nicht bezahlte Auslandsstrafen von den österreichischen Behörden zwangsweise eingetrieben werden. Voraussetzung ist jedoch, dass das Reiseland, in dem das Verkehrsdelikt gesetzt wurde, die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen dafür geschaffen hat. Da aber auch oft die Vollstreckung im Inland ohne gesetzliche Grundlage versucht wird, rät der ÖAMTC dringend, mit den ÖAMTC-Juristen Kontakt aufzunehmen, sobald man einen ausländischen Strafzettel im Postkasten findet.

Bei Problemen mit den lokalen Behörden sind die Juristen des ÖAMTC unter der Nummer des Schutzbrief-Notrufes +43 (0)1 25 120 00 auch aus dem Ausland rund um die Uhr erreichbar. Für Rechtsfragen stehen die Experten der ÖAMTC-Rechtsberatung unter (01) 71199 - 1530 oder E-Mail: office@oeamtc.at hilfreich zur Seite. Bei den ÖAMTC-Juristen erhält man auch ein Formular mit dem ausländische Strafbescheide, die in einer fremden Sprache verfasst sind, retour geschickt werden können.

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