ÖAAB-Gajdosik: AK ist Mitschuld an drohenden Lehrlingskündigungen

Wien (ÖAAB Wien) - "Sollten demnächst massenweise Lehrlinge in Österreich freigesetzt werden, trage die AK eindeutig Mitschuld", so der Obmann der Fraktion ÖAAB-Christliche Gewerkschafter Alfred Gajdosik in der heutigen 15. Vollversammlung der Wiener AK. Er, so Gajdosik, habe eindringlich gewarnt beim Lehrlingspaket den Kündigungsschutz für Lehrlinge zu lockern. "Als schwächstes Glied in der Kette, sind die sie die ersten, die in der Krise freigesetzt werden". Präsident Tumpel habe gemeinsam mit dem damaligen ÖGB-Präsidenten und heutigen Sozialminister Hundstorfer die Verpflichtung diesen Fehler rasch zu beheben.

Des weiteren forderte Gajdosik, gerade in der Krise verstärktes Augenmerk auf die Aus- und Weiterbildung zu legen. "Die Verdoppelung des AK-Bildungsgutscheines ist eine erste Maßnahme, die notwendige noch intensivere Zusammenarbeit von AMS, WAFF und den Betrieben, bei der Weiterbildung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Notwenigkeit.

Zum Ende seines Statements gab Gajdosik bekannt, sich nach 20 Jahren aus der Funktionärstätigkeit der AK zurückzuziehen. "Ich wünsche mir, dass sich die AK in Zukunft intensiver - auch über die Fraktionsgrenzen hinaus - für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einsetzt und die parteipolitische Abhängigkeit der AK von der SPÖ zurückgeschraubt wird", so Gajdosik abschließend.

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