Kopf: Werner Zögernitz hat großen Beitrag für das hohe Niveau des Parlamentarismus in Österreich geleistet

ÖVP und Parlament begingen Abschied und Neustart von Werner Zögernitz - Langjähriger ÖVP-Klubdirektor geht als Direktor und kommt als Präsident

Wien (ÖVP-PK) - Feierlich und launig zugleich war die Feierstunde, mit der der langjährige legendäre Klubdirektor des ÖVP-Parlamentsklubs, Prof. Dr. Werner Zögernitz, gestern, Dienstag abend, als Klubdirektor verabschiedet und als Präsident des neugegründeten "Institutes für Parlamentarismus und Demokratiefragen" vorgestellt wurde. Unter den zahlreichen Festgästen fand sich das gesamte Nationalratspräsidium mit Dr. Barbara Prammer, Fritz Neugebauer und Dr. Martin Graf, die Mitglieder der Bundesregierung Dr. Michael Spindelegger, Dr. Maria Fekter, Dr. Johannes Hahn und Christine Marek, die ehemaligen ÖVP-Klubobmänner ÖVP-Ehrenparteiobmann Dr. Alois Mock, Dr. Andreas Khol und Dr. Wolfgang Schüssel, Volksanwältin a.D. Rosemarie Bauer, Staatssekretär a.D. Dr. Karl Pisa, der langjährige ÖVP-Bundesratsvorsitzende Prof. Dr. Herbert Schambeck und die ehemalige zweite Nationalratspräsidentin Dr. Marga Hubinek. Sie alle wurden von ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf herzlich begrüßt. ****

"Der ÖVP-Parlamentsklub ohne Klubdirektor Werner Zögernitz ist derzeit noch schwer vorstellbar", sagte Kopf und würdigte nicht nur sein Wissen, seine Professionalität und seine Leidenschaft, sondern auch Zögernitz’ politische und wissenschaftliche Bedeutung "weit über den Klub hinaus." Es gebe den "schwarzen Zögernitz", also den politischen Klubdirektor, aber auch den "roten Zögernitz", bezog sich Kopf auf die berühmten, rot gebundenen Kommentare Zögernitz’ zur Geschäftsordnung von National- und Bundesrat, die zum täglichen Handwerkszeug aller Parlamentarier, aber auch Wissenschafter geworden sind. "Werner Zögernitz hat einen großen Beitrag dazu geleistet, dass der Parlamentarismus in Österreich sich auf einem so hohen Niveau befindet", so Kopf. Als Nachfolger Zögernitz’ in der Funktion des Klubdirektors präsentierte der ÖVP-Klubobmann Mag. Martin Falb.

Neugebauer: Zögernitz ist der Billy Wilder des ÖVP-Klubs

"Werner Zögernitz ist die Personifikation des Spruches: Politiker kommen und gehen, Beamte bleiben. Ich füge hinzu: weil sie für Stabilität und Kontinuität in einem Rechtsstaat sorgen", sagte der zweite Nationalratspräsident Fritz Neugebauer in seiner Laudatio. "Die Klubdirektoren sind die eigentlichen Regisseure des parlamentarischen Geschehens. Und somit ist Werner Zögernitz der Billy Wilder des ÖVP-Parlamentsklubs."

Prammer überreicht "Großes silbernes Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich"

Auch Nationalratspräsidentin Barbara Prammer fand sehr persönliche Worte für Dr. Zögernitz und mutmaßte scherzhaft, dass die Opposition die Sondersitzung einberufen hatte, um dem scheidenden Klubdirektor an seinem letzten Arbeitstag als Klubdirektor ihre Referenz zu erweisen. "Ich habe vor allem den ‚roten Teil’ des Dr. Zögernitz schätzen gelernt", bezog sich auch Prammer auf die Kommentare Zögernitz’ zur parlamentarischen Geschäftsordnung. "Er hat einen unverzichtbaren und stets punktgenauen Beitrag für den reibungslosen Ablauf von Plenar- und Ausschusssitzungen geleistet", dankte Prammer dem solcherart Geehrten namens des Hohen Hauses, des National- und Bundesrates und überreichte ihm das von Bundespräsident Fischer verliehene "Große silberne Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich".

Zögernitz: Sternstunde EU-Beitritt Österreichs

"Wenn nur zehn Prozent des in dieser Feierstunde über mich Gesagten stimmt, so bin ich stolz darauf, wirklich etwas geleistet zu haben", sagte Prof. Zögernitz in seiner Dankesrede. Er habe während seiner Tätigkeit im Parlament und ÖVP-Klub "fast alle möglichen Konstellationen der politischen Zusammenarbeit erlebt", bezog er sich auf Regierungen und Koalitionen, die während dieser Zeit in Österreich aktiv waren. Vor allem nannte er die Entwicklung von einem de-facto Zwei-Parteien-Parlament zu einem Fünf-Parteien-Parlament. In dieser Zeit hätten auch die Parlamentsklubs eine enorme Aufwertung erfahren.

Als Meilenstein seiner politischen Laufbahn bezeichnete Zögernitz den Beitritt Österreichs zur Europäischen Union. "Das hat die Arbeit im Hohen Haus gewaltig verändert." In der Folge präsentierte Zögernitz seine künftige Aufgabe als Präsident des neugegründeten Instituts für Parlamentarismus und Demokratiefragen mit Sitz im ÖVP-Parlamentsklub (siehe dazu eigene OTS, die in Kürze veröffentlicht wird) und dankte abschließend seiner ebenfalls anwesenden Frau für deren stetes Verständnis für seine zeitaufwändige Tätigkeit. "Ich verspreche Dir Besserung."

Zum Abschluss enthüllten Klubobmann Kopf und Zweiter Nationalratspräsident Neugebauer das Geschenk für den kunst- und musiksinnigen Dr. Zögernitz: eine von Ernst Fuchs handsignierte Farbseriographie mit dem Titel "Lohengrin". "Dieses Bild wird einen Ehrenplatz in meinem neuen Büro haben", bedankte sich der Geehrte. (Schluss)

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