Mann tut's - wenn Verhütung Männersache wird

Start der Initiative pro:vasektomie

Wien (OTS) - Auch wenn die Hormon-Verhütungsspritze für den Mann bereits in wissenschaftlichen Tests erprobt wird, zeigt sich ein unvermindert starker Trend: Die Vasektomie (Sterilisation des Mannes) wird immer beliebter!

Alternativ zur "weiblichen", meist hormonellen Verhütung zeigen sich immer mehr Männer für die Verhütung verantwortlich. Eine Entwicklung, die hierzulande kaum zu stoppen ist. In Österreich geht man von derzeit ca. 30.000 vasektomierten Männern aus - und es werden immer mehr.

Eine heute gestartete Initiative des pro:woman Ambulatoriums mit dem Titel "pro:vasektomie" spricht vor allem 35- bis 55-Jährige Männer an - Information und Aufklärung sind das Ziel.

Weltweiter Trend zur Vasektomie

Die Vasektomie ist eine in Österreich seit den späten 80er Jahren bekannte Verhütungsmethode, die neben Kondomen weltweit die verbreitetste Verhütungsform für Männer ist.

Während die WHO im Jahr 2007 die Zahl der vasektomierten Männer weltweit mit ca. 31 Millionen und einem Anteil von 10 % an der Kontrazeption angibt, beträgt z. B. der Anteil in Deutschland nur ca. 2 %. Für Österreich liegen keine Daten vor. Die Vasektomie zählt zu den privaten ärztlichen Leistungen und eine Aufzeichnung ist nicht vorgesehen.

"Rechnet man jedoch die deutsche Rate auf Österreich um, wären hierzulande bereits ca. 30.000 Männer vasektomiert" so Elke Graf, Leiterin des Zentrums für Vasektomie im pro:woman Ambulatorium. Die Tendenz ist steigend.

pro:woman hat 2.600 Männer online über ihre Einstellung zur Verhütung und ihre Meinung zur Vasektomie befragt. Das Durchschnittsalter der Männer, die sich 2008 einer Vasektomie bei pro:woman unterzogen haben, liegt bei 41,2 Jahren.

Damit sind es eindeutig jene Männer, die großteils bereits Kinder gezeugt haben bzw. in einer festen Partnerschaft leben.

Aussagen wie "Nach vier Kindern bin jetzt ich an der Reihe" zeigen, dass es um eine echte Alternative zur "weiblichen" Verhütung mit Pille & Co. geht.

Auch wirtschaftliche Gründe spielen bei manchen Paaren eine Rolle. Vergleicht man die monatlichen Kosten für die Pille mit den Kosten für eine Vasektomie, so hat sich die Vasektomie bereits nach rund drei Jahren amortisiert.

"Bei einer Vasektomie werden die Samenleiter unterbunden. Da das Ejakulat zu rund 95 % aus Prostataflüssigkeit und nur zu 5 % aus Samenzellen besteht, hat der Eingriff keinen sichtbaren oder spürbaren Einfluss auf den Samenerguss und keinerlei Auswirkung auf die männliche Potenz und die sexuelle Lust. Auch die Funktion der Hoden und damit der Hormonhaushalt im Körper des Mannes bzw. sein Testosteronspiegel bleiben von einer Vasektomie völlig unberührt", betont OA Dr. Norbert Häusler, Urologe bei pro:woman.

pro:vasektomie

Seit 1994 bietet das pro:woman Ambulatorium in seinem Zentrum für Vasektomie Sterilisationen für Männer an. In dieser Zeit wurden rund 6.000 Vasektomien durchgeführt. Die Initiative "pro:vasektomie" soll vor allem Männer über das Thema Sterilisation aufklären, aber auch Paaren Informationen bieten, die ihre Familienplanung bereits abgeschlossen haben und eine Alternative zu Pille & Co. suchen. Die heute vorgestellte Internetplattform www.provasektomie.at und eine neue Informationsbroschüre im "männlichen" Design sprechen vor allem Männer an und schaffen Klarheit. Unterstützt wird die Aktion durch einen Kinospot, der ab 3. April in allen Wiener Kinos läuft.

Rückfragen & Kontakt:

pro:woman Ambulatorium
Elke Graf
Tel.: 01-5129631-240
elke.graf@prowoman.at
http://www.provasektomie.at; www.prowoman.at

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