Lunacek: Homophobie EU-weit bekämpfen

Grüne: Rechtliche Gleichstellung in Österreich längst überfällig

Wien (OTS) - "Diskriminierung, Belästigung und Gewalt gegenüber Lesben und Schwulen in der EU ist einem Bericht der EU-Grundrechte-Agentur (FRA) zufolge immer noch an der Tagesordnung. Umso erfreulicher ist es, dass die in Wien ansässige Agentur der Europäischen Union für Grundrechte gerade Homophobie und deren Bekämpfung zu einem ihrer Schwerpunkte gemacht hat", erklärt die Spitzenkandidatin der Grünen für die Europawahl, Ulrike Lunacek.

"Rechtliche Gleichstellung und die Umsetzung von Antidiskriminierungsmaßnahmen sind längst überfällig. Österreich zählt zu jenen Ländern, in denen Homophobie von den Behörden und der Gesellschaft noch nicht wirklich als Problem aufgefasst und bekämpft wird. Positiv fällt jedoch auf, dass laut dem Bericht der Grundrechte-Agentur die ÖsterreicherInnen etwa einer Adoption von Kindern durch lesbische und schwule Paare aufgeschlossener gegenüber stehen als angenommen. Die Regierung hinkt jedoch noch weit hinterher und betreibt hinsichtlich der Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgender Personen immer noch eine vollkommen unverständliche Blockadepolitik", so Lunacek.

Der Bericht der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte ist eine Zusammenfassung aller 27 Länderberichte. Bei der Präsentation des FRA-Berichts 'Homophobie und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität in den EU-Mitgliedsstaaten - Teil II´ geht es um die soziale Situation von LGBTI (Lesbian Gay Bisexual Transgender Intersex)-Personen. Der erste Teil, eine rechtliche Analyse, wurde bereits im Juni 2008 veröffentlicht.

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