Twinning-Projekt: E-Control unterstützt mazedonische Schwesterbehörde in Regulierungsfragen

Wien (OTS) - E-Control und AEI, die Agentur für europäische Integration und wirtschaftliche Entwicklung, haben den Zuschlag für ein Twinning-Projekt mit der mazedonischen Energieregulierungsbehörde ERC erhalten, das sich mit der Annäherung der mazedonischen an die europäischen Rechtsvorschriften im Energiebereich beschäftigt. Unter dem Titel "Institutional Strengthening of the Energy Regulatory Commission (ERC)" arbeiten E-Control und AEI gemeinsam mit Experten der slowenischen Regulierungsbehörde und unter Teilnahme einiger österreichischer Institutionen in den nächsten zwei Jahren auf die nachhaltige institutionelle Stärkung der mazedonischen Regulierungsbehörde und deren stärkere Einbindung in die Energiegemeinschaft Südosteuropa hin.

Funktionierender Energiemarkt in Südosteuropa steigert auf lange Sicht auch österreichische Versorgungssicherheit

Als Regulierungsbehörde eines kleinen europäischen Landes legt die E Control besonderen Wert auf aktive Teilnahme an internationalen Tätigkeiten. Die offizielle Beteiligung Österreichs am Südosteuropa-Prozess spiegelt sich in der aktiven Rolle der E-Control im Energy Community Regulatory Board der Energiegemeinschaft Südosteuropa wider. Aus geopolitischer Sicht sind gute Kontakte zu Behörden und Institutionen in dieser Region interessant und wichtig. "Auch der mazedonische Regulator ist Mitglied im ECRB, hier ergeben sich zahlreiche Berührungspunkte", erklärt Walter Boltz, Geschäftsführer der Energie-Control GmbH. "Die institutionelle Stärkung der mazedonischen Regulierungsbehörde und ein stabilerer mazedonischer Energiesektor werden die Versorgungssicherheit Südosteuropas steigern und sich damit auch positiv auf Österreich auswirken", so Boltz.

Anmerkungen:

Twinning (Verwaltungspartnerschaften) ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die vor elf Jahren im Rahmen der Vorbereitungen auf die Erweiterung der Europäischen Union geschaffen wurde. Twinning wurde als Instrument für gezielte Verwaltungszusammenarbeit zur Unterstützung der Bewerberländer bei der Stärkung ihrer administrativen und justiziellen Kapazitäten zur Umsetzung der gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften als künftige EU Mitgliedstaaten konzipiert.

Twinning-Projekte leisten einen wichtigen Beitrag beim Auf- und Ausbau institutioneller Strukturen. Österreich hat sich von Beginn an stark im Twinning engagiert und bisher in 26 Ländern 222 Projekte abgewickelt.

Jeder EU-Mitgliedstaat bestimmt eine nationale Kontaktstelle für Twinning (National Contact Point - NCP), über die die gesamte Kommunikation zwischen Europäischer Kommission und Mitgliedstaat läuft, und die auch als zentrale Anlaufstelle für andere NCPs fungiert. In Österreich ist der NCP aufgrund der außenpolitischen Bedeutung, die Österreich den EU-Außenhilfeprogrammen generell und Twinning speziell beimisst, im BMeiA angesiedelt.

AEI, die Agentur für europäische Integration und wirtschaftliche Entwicklung, wirkt seit 2003 in der Rechtsform eines "Non-Profit Vereins" als Vernetzungs- und Impulsplattform bei der Umsetzung von Twinning-Projekten mit.

Die Verstärkung durch zahlreiche Ministerien und staatsnahe Organisationen als Mitglieder der AEI, eine Expertendatenbank mit über tausend Experten zu allen relevanten Bereichen und die rasant wachsende Zahl erfolgreich abgeschlossener Projekte in 19 Ländern haben die AEI zu einem der österreichweit führenden Institutionen in diesem Bereich wachsen lassen.

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