BM Schmied zur ersten Sprachstandsfeststellung: "Frühe Förderung und Sprachförderung sind der Schlüssel. Der Kindergarten bereitet auf den Schulstart vor"

Wien (OTS) - "Die heute präsentierten Resultate der Sprachstandsfeststellung zeigen in eine klare Richtung: Wir brauchen mehr, frühere und bessere Sprachförderung für alle Kinder -unabhängig ob mit oder ohne Migrationshintergrund", so Bildungsministerin Claudia Schmied.

"Wir müssen vor allem früh beginnen. Denn je später wir mit gezielter Förderung beginnen, desto weniger erreichen wir. Deshalb ist das verpflichtende Kindergartenjahr vor dem Schuleintritt besonders wichtig. Auch Initiativen wie der Gratis-Kindergarten in Wien leisten hier einen wichtigen Beitrag. Außerdem brauchen wir auf akademischem Niveau bestens ausgebildete Kindergartenpädagoginnen. Der Kindergarten muss zum Bildungsgarten werden", so Bildungsministerin Claudia Schmied.

"Eines ist allerdings klar: Wir müssen an unseren Schulen jene Ungerechtigkeiten bekämpfen, die bereits vor Schuleintritt entstehen. Wir müssen die Schwächen vor allem im Sprach- und Lesebereich bei unseren Schülern wirkungsvoll reduzieren. Das bedeutet vor allem:
Jedes Kind in Österreich muss die deutsche Sprach gut beherrschen. Die Intensivierung und Verlängerung der Deutschförderkurse für Kinder mit Sprachdefiziten an Pflichtschulen und berufsbildenden Schulen ist dafür ein zentraler Ansatz. Auch mehr Kleingruppenunterricht und kleinere Klassen leisten einen wichtigen Beitrag zu besserer Förderung für jedes Kind", so Schmied.

"Ich möchte auch diese Studie zum Anlass nehmen um klarzustellen: Wir haben in unserem Bildungssystem große Aufgaben vor uns. Alle notwendigen Verbesserungen, die wir in den vergangenen zwei Jahren gestartet haben und die wir unbedingt weiterführen und intensivieren müssen, brauchen allerdings mehr Ressourcen. Nachdem die Budgetvorgaben des Finanzministeriums für die kommenden zwei Jahre gerade die Fixkosten an unseren Schulen abdecken, brauchen wir für alle weiteren Verbesserungen Strukturreformen. Wer diese kategorisch ablehnt, der verhindert alle Verbesserungen für unser Kinder und nimmt eine Verschlechterung der Schulen bewusst in Kauf", so Schmied abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Nikolaus Pelinka
Tel.: (++43-1) 53 120-5030

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MUK0001