Bosch setzt weiter auf Entwicklung in Österreich

- 2008 rund 73 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert - Schwieriges Jahr 2009 erwartet

Wien (OTS) - Die deutliche Eintrübung der Weltwirtschaft hat auch die Entwicklung der Bosch-Gruppe in Österreich im Geschäftsjahr 2008 geprägt. Das zweite Halbjahr und insbesondere das vierte Quartal brachten teilweise erhebliche Umsatzrückgänge. Dennoch konnte die Bosch-Gruppe ihren Umsatz auf dem österreichischen Markt gegenüber 2007 mit knapp einer Milliarde Euro nahezu auf gleichem Niveau halten. Die Anzahl der Mitarbeiter stieg auf rund 2 600. Spürbare Auftragsrückgänge lassen für 2009 insbesondere in den Fertigungsbereichen bei Bosch in Salzburg und Bosch Rexroth in Oberösterreich und im Verkauf Kraftfahrzeug-Erstausrüstung ein schwieriges Jahr erwarten. Dennoch will das Unternehmen ohne drastische Einschnitte beim Personal auskommen. "Unser Ziel ist es, möglichst mit der Stammbelegschaft durch diese schwierige Phase zu kommen", betont Dr. Karl Strobel, Alleinvorstand der Robert Bosch AG und Repräsentant der Bosch-Gruppe in Österreich, "Wir sind überzeugt, dass dies mit Hilfe von flexiblen Arbeitszeitinstrumenten auch gelingen kann."

Zu den bereits bestehenden fünf Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der Bosch-Gruppe in Österreich kamen im ersten Halbjahr 2008 zwei neugegründete Gesellschaften hinzu. Die Bosch General Aviation Technology GmbH, Wien, entwickelt und vertreibt flugzeugspezifische Steuergeräte-Software für Dieselmotoren. Das Gemeinschaftsunternehmen Bosch Mahle Turbo Systems Austria GmbH wird von 2011 an in St. Michael ob Bleiburg Turbolader für die europäische Automobilindustrie fertigen. Die Bauarbeiten für den neuen Produktionsstandort haben im Herbst 2008 begonnen. Weiterhin ist die Bosch-Gruppe in Österreich mit der Robert Bosch AG, der Buderus Austria Heiztechnik GmbH, der Bosch Rexroth GmbH, dem paritätischen Gemeinschaftsunternehmen Bosch Siemens Hausgeräte GmbH und der Schöller Bleckmann Medizintechnik GmbH vertreten.

Umsatzplus bei der Robert Bosch AG

Der Umsatz der Robert Bosch AG, der größten Tochtergesellschaft der Bosch Gruppe in Österreich, stieg im Jahr 2008 um 3,7 Prozent auf 502 Millionen Euro. "Im vergangenen Jahr haben wir 110 Mitarbeiter neu eingestellt. Durch die generelle Situation hat sich aber auch bei uns die Geschäftsentwicklung verlangsamt", sagt Karl Strobel. Insgesamt beschäftigt die Robert Bosch AG an den Standorten Wien, Linz und Hallein 1917 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, 475 davon in der Entwicklung.

Die Entwicklung des Werks für Dieseltechnik in Hallein war geprägt von der angespannten Lage in der Automobilindustrie. Nach einem sehr erfolgreichen ersten Halbjahr ging die Produktion von Zahnradpumpen und Systemen zur Abgasnachbehandlung für Nutzfahrzeuge zurück. Nur der Produktbereich Großdieseleinspritzausrüstung konnte 2008 sein hohes Niveau halten. Seit Anfang 2009 ist die Produktion gegenüber 2008 weiter rückläufig. "Nach den heute vorliegenden Informationen ist auch im zweiten Quartal 2009 keine Erholung in Sicht", so Ernest Fiedler, Standortverantwortlicher und kaufmännischer Leiter des Bosch-Werks in Hallein.

Weltweite Kompetenzzentren von Bosch in Österreich

Im Geschäftsjahr 2008 beliefen sich die Aufwendungen der Robert Bosch AG, Wien, für Forschung und Entwicklung auf 73 Millionen Euro. Davon floss ein Großteil in die Entwicklung energieschonender und emissonsreduzierender Kraftfahrzeugtechnik wie beispielsweise das System zur Abgasnachbehandlung (DNOX). Es reduziert Stickoxide im Abgas um bis zu 85 Prozent. "Die Entwicklungszentren in Wien, Linz und Hallein sind weltweite Kompetenzzentren für die Bosch Gruppe und wurden im vergangenen Jahr ausgebaut. "Diese Position wollen wir halten. Der Standort Österreich bietet viele Vorteile. Qualifizierte Fachleute und interessante Förderpakete des Bundes und der Länder sind nur zwei Gründe, warum Bosch Entwicklungs-kapazitäten in Österreich ansiedelt" so Karl Strobel. Und weiter: "Wir sind auch stolz, dass sich in jedem Diesel-BMW ein Motorsteuergerät befindet, das in Wien entwickelt wurde".

Bosch setzt weiterhin auf Lehrlingsausbildung

Die Bosch Gruppe beschäftigt in Österreich insgesamt 122 Lehrlinge. Damit konnte das Unternehmen das bereits hohe Vorjahresniveau noch einmal steigern. 21 Lehrlinge sind allein am Bosch Standort Hallein im Herbst 2008 ins Berufsleben gestartet. "Eine umfassende und hochwertige Ausbildung sichert uns qualifizierte Fachkräfte und ist auch Teil unseres gesellschaftlichen Engagements", führt Ernest Fiedler aus.

Technik fürs Leben-Preis

Ihre gesellschaftliche Verantwortung nimmt die Bosch Gruppe auch durch die Förderung verschiedener Initiativen in Bildung und Wissen wahr. Der Technik fürs Leben-Preis soll den hohen Bildungsstandard an den österreichischen HTL weiter fördern und die öffentliche Wahrnehmung und Akzeptanz der technischen Ausbildungsmöglichkeiten in Österreich verstärken. Der Technik fürs Leben-Preis hat das Ziel, jährlich die besten Technikertalente an Österreichs Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) zu finden und deren Aus- und Weiterbildung zu fördern. 2008 wurde der Preis unter 41 eingereichten Diplomarbeiten vergeben. Für 2009 liegen bereits 72 Anmeldungen vor. Und Karl Strobel betont: "Wir würden bei Bosch gerne mehr Ingenieurinnen einstellen. Trotz technischer Begabung entscheiden sich leider immer noch viele Menschen - insbesondere aber Frauen -viel zu selten für technische und naturwissenschaftliche Studienrichtungen. Auch hier wollen wir ansetzen und mehr junge Frauen für diese Berufe gewinnen".

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten rund 282 000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2008 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von rund 45 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre mehr als 300 Tochter- und Regionalgesellschaften in über 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Pro Jahr gibt Bosch mehr als 3 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldet über 3 000 Patente weltweit an. Mit all seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Das Unternehmen wurde 1886 als "Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik" von Robert Bosch (1861-1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen, langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 % bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte sind mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

In Österreich beschäftigt die Bosch Gruppe insgesamt 2 600 Mitarbeiter und erzielte 2008 einen konsolidierten Umsatz von 1,0 Milliarden Euro.

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