Leitl: Umwelttechnik Made in Austria wird zum "Power-Sektor"

"Eindrucksvolle Wachstumsraten - Blockade bei der Umweltförderung aufheben - Präsentation dreier Umwelttechnikstudien im Haus der Wirtschaft

Wien (PWK244) - "Die österreichische Umwelttechnikindustrie sticht durch überdurchschnittliche Innovationskraft hervor. Enorme Steigerungsraten bei Beschäftigung und Umsatz machen uns optimistisch für die Zukunft. Derart dynamische Wirtschaftssektoren brauchen wir gerade jetzt ganz besonders," erklärte WKÖ-Präsident Christoph Leitl heute, Dienstag, anläßlich der Eröffnung der von mehr als 300 Fachleuten besuchten Umwelttechniktagung im Haus der Wirtschaft. Bei dieser Veranstaltung werden drei wichtige Umwelttechnik-Studien der Öffentlichkeit vorgestellt: Es sind dies die "Analyse der österreichischen Umwelttechnikindustrie" (WIFO), der "Umwelttechnikmarkt Türkei" (ÖGUT) und die "Energieforschungserhebung" der Energieagentur

Die WIFO-Studie "Österreichische Umwelttechnikindustrie" ist ein mit Spannung erwartetes Werk, das Einblick in die Anatomie dieses "Power-Sektors" bietet. In der Umwelttechnikindustrie arbeiten derzeit laut WIFO-Studie ca. 22.000 Beschäftigte, das sind 4 Prozent aller im Sachgüterbereich Erwerbstätigen. Die Wachstumsraten sind eindrucksvoll. Seit der letzten Branchenstudie (auf Basis 2003) ist der Beschäftigtenstand um 5.000 gestiegen, das bedeutet eine Steigerung der Zahl der Beschäftigten um 6 Prozent pro Jahr. Die Umsätze wuchsen in diesem Zeitraum pro Jahr sogar um 12 Prozent, das ist ein Wert, der in einer Fünf-Jahres-Periode sehr selten erzielt wird. Damit ist der Wachstumstrend der österreichischen Umwelt- und Energietechnikbranche nun bereits seit 1990 ungebrochen.

"Aktuell besonders interessant und für die Zukunft bestens positioniert ist das Segment der Technologieanbieter für Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger", hebt Leitl hervor. Der besonders dynamische Bereich der sauberen Energietechnologien mache jetzt fast schon die Hälfte der vom WIFO berechneten Umsätze und Arbeitsplätze aus, die jährlichen Wachstumsraten erreichten in vielen Betrieben mehrere Jahre hintereinander Werte von 25 Prozent.

"Da die Umwelttechnikexporte auf einige Märkten aktuell schwere Einbrüche verzeichnen, wäre es jetzt besonders wichtig, den Projektstau bei der österreichischen Umweltförderung endlich aufzulösen. Die durch Unterdotierung der Förderbudgets blockierten Projekte repräsentieren ein Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro, das durch einen hohen inländischen Wertschöpfungsanteil besonders positiv für die Konjunktur und die Beschäftigung wirken würde. So können wir auch vermeiden, dass Österreich hohe Summen für Straf- und Ausgleichszahlungen wegen Verfehlung der Klimaziele zahlen wird müssen," erklärt der WKÖ-Präsident. Die Internationalisierungsoffensive sowie die Exportinitiative des Lebensministeriums, beides eng verzahnt mit Aktivitäten der WKÖ, insbesondere den Außenhandelsstellen der Außenwirtschaftsorganisation, seien aktuelle Maßnahmen, den Umwelttechniktrend zu unterstützen.

Interessante Erkenntnisse bietet auch die ÖGUT-Studie über den Umwelttechnikmarkt Türkei. Nachdem die bisherigen Studien über die EU-Beitrittsländer Marktpotenziale von 200 Milliarden Euro offengelegt haben, jene über Russland, Georgien und Ukraine gar Potenziale von 950 Milliarden, zeigt sich nun bei Betrachtung der Türkei alleine ein Potenzial von über 400 Milliarden für Umwelt- und Energieinvestitionen.

Leitl abschließend: "In Zeiten von weniger ‚good news‘ freut es mich, dass diese Studien Chancen für die Umwelttechnikindustrie offenlegen und dazu beitragen, die Umwelt zu schützen und Arbeitsplätze zu sichern." (hp)

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