Grüne Wien fordern: Keine Mieterhöhungen im Gemeindebau wegen Videoüberwachung

Ellensohn: Geld sinnvoller für Sanierungen einsetzen

Wien (OTS) - "Die im Probebetrieb laufende Videoüberwachung in einzelnen Gemeindebauten lässt weiterhin viele Fragen offen. Es war zu erwarten, dass direkt in den überwachten Räumen der Vandalismus zurückgehen wird. Die Frage ist jedoch, ob sich diese Aggressionen nicht in der Nachbarschaft entladen", so der Stadtrat der Grünen, David Ellensohn, zu jüngsten Jubelmeldungen zur Videoüberwachung in Wiener Gemeindebauten.

Die Grünen Wien fordern eine umfassende Evaluierung der seit einem Jahr an Probestandorten durchgeführten Videoüberwachung. Internationale Studien zeigen, dass punktuelle Überwachungen lediglich zu einer Verlagerung von Delikten in die nicht überwachte Umgebung führt, es insgesamt also zu keiner Verringerung z.B. von Vandalismus kommt.

"Unklar bleibt nach wie vor, wie die Videoüberwachung finanziert werden soll, wenn das Projekt in den Regelbetrieb übergeht. Wiener Wohnen wird die Kosten einer flächendeckenden Überwachung sicher nicht aus dem eigenen Budget tragen können. Diese Gelder werden zwangsläufig von den Mieterinnen und Mietern zu bezahlen sein. Wenn ich mir die zahlreichen sanierungsbedürftigen Gemeindebauten anschaue, dann sollte dort Geld sinnvoll in thermische und andere Sanierungen investiert werden, anstatt die Mieten und Betriebskosten wegen Videoüberwachung zu erhöhen", schließt Ellensohn.

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