AGES: Ernährung im Alter - Mangel im Überfluss

Wien (OTS) - Ernährung spielt eine wesentliche Rolle für unsere Gesundheit, für unsere Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden. Vor allem mit dem Alter gewinnt eine bedarfsgerechte Ernährung an Bedeutung.

Mit zunehmendem Alter kommt es zu Veränderungen im Körper. Während sich der Muskelanteil und der Wassergehalt im Körper reduzieren, steigt der Körperfettanteil an. Dadurch reduziert sich der Grundumsatz (Energieverbrauch in Ruhe) und das Risiko für Übergewicht steigt. Der Energieverbrauch im Alter wird zwar weniger, der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen bleibt jedoch gleich bzw. erhöht sich sogar. Mit der Zunahme von Krankheiten und damit verbundener regelmäßiger Medikamenteneinnahme kann sich der Nährstoffbedarf sogar noch weiter erhöhen. Wie der "Österreichische Ernährungsbericht 2008" zeigt, mangelt es der älteren Bevölkerung an Vitamin D, Folsäure, Calcium und Magnesium. Die Erhöhte Zufuhr an Fett, Kochsalz und Zucker - durch den Verzehr von Wurst und Wurstwaren, Käse, Mehlspeisen, Süßwaren etc. - lässt auf ein ungünstiges Ernährungsverhalten schließen. Weitere Risikofaktoren für eine Mangelernährung im Alter sind unter anderem eine verlangsamte Verdauungstätigkeit sowie vermehrte Kau- und Schluckbeschwerden. Die richtige Auswahl von Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und sonstigen Schutzstoffen, insbesondere in Form von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten, ist für eine bedarfsgerechte Ernährung umso wichtiger.

Verändertes Ernährungsverhalten

Mit zunehmendem Alter kommt es auch zu Veränderungen des Geruchs-und Geschmackssinns. Vor allem die Geschmacksrichtungen "süß" und "salzig" werden weniger stark empfunden. Um schmackhafte und pikante Speisen zuzubereiten, kann die Verwendung von Kräutern und Gewürzen hilfreich sein. Gleichzeitig kann damit der Konsum an Kochsalz vermindert werden. Zusätzlich verändert sich auch die Nahrungsmittelverträglichkeit. So werden beispielsweise rohes Gemüse, Salate und vieles mehr nicht mehr so gut vertragen. Aufgrund des eventuell verminderten Durstempfindens im Alter ist auch auf eine regelmäßige und ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Geeignete Getränke wie Wasser, Mineralwasser und ungesüßte Früchte- und Kräutertees sollten immer sichtbar und griffbereit stehen.

Tipps für die Ernährung im Alter:

  • Ausreichend trinken
  • Täglich mehrmals Obst und Gemüse essen
  • Für die Knochengesundheit täglich fettarme Milch bzw. Milchprodukte konsumieren
  • Häufig Vollkornprodukte in den Speiseplan einbauen
  • Sparsam mit Fett und Zucker umgehen. Achtung auf "versteckte" Fette in Wurstwaren, fettreichen Käsesorten, Mehlspeisen, Torten und Süßigkeiten
  • An Stelle von Salz mit frische Kräutern würzen
  • Falls überhaupt, moderater Umgang mit Alkohol

Weitere Tipps und Rezepte bietet auch die Broschüre "Richtige Ernährung ab dem 65. Lebensjahr - leicht gemacht" des AGES-Kompetenzzentrums Ernährung & Prävention in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit:
http://www.ots.at/redirect.php?ages1

AGES: Schutz für Mensch, Tier und Pflanze

Die AGES nimmt im Auftrag der Republik Österreich vielfältige Aufgaben auf dem Gebiet der Gesundheit und Ernährungssicherheit wahr. Ihr Ziel: weniger Menschen, Tiere und Pflanzen werden krank. Dazu arbeiten sieben strategische Bereiche - Landwirtschaft, Lebensmitteluntersuchung, Veterinärmedizin, Humanmedizin, PharmMed, Kompetenzzentren und Risikobewertung - interdisziplinär zusammen. In 42 Instituten und Kompetenzzentren untersuchen, begutachten und kontrollieren 1400 ExpertInnen u. a. Saatgut, Lebensmittel, Arzneimittel, Tierseuchen und Infektionskrankheiten.
Aktuelle Informationen können sie auch über den AGES-Newsticker beziehen.

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