WKÖ: Tschechien ist Österreichs viertwichtigster Handelspartner

AWO: Hoffnungsbranche Energiewirtschaft - ausgezeichnete Chancen für österr. Unternehmen in Tschechien - Erfolgreicher "Austrian Showcase" in Prag

Wien (PWK241) - "Weltweit wachsender Energiebedarf und Fragen des Klimaschutzes haben das Thema ‚Energieeffizienz’ zu einem entscheidenden politischen Thema und gleichzeitig zu einem wirtschaftlichen Wachstumsfaktor in Tschechien werden lassen", erklärte Nikolaus Seiwald, der österreichische Handelsdelegierte in Prag. Seit der EU-Richtlinie zur 'Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden' wird verstärkt an der Verwirklichung von Energieeinsparpotenzialen im Baubereich gearbeitet. Laut Angaben des Tschechischen Statistischen Amtes betrug die gesamten Bauleistung in den ersten zehn Monaten 2008 in laufenden Preisen 439,8 Mrd. Tschechische Kronen (ca. 15,7 Mrd. Euro). Mit Erhöhung der Energiekosten steigt die Nachfrage von Investoren und Endverbrauchern nach Gebäuden mit niedrigen Energiekosten. "Das nach wie vor beschränkte Angebot, die starke Nachfrage und das steigende Qualitätsbewusstsein eröffnen österreichischen Unternehmen ausgezeichnete Geschäftschancen in diesem Bereich", zeigt sich Seiwald überzeugt.

Aus diesem Grund hat die Außenhandelsstelle Prag der Außenwirtschaft Österreich (AWO) in Kooperation mit der IG Passivhaus Mitte März einen Austria Showcase im Bereich "Passiv- und Niedrigenergiehaus" organisiert. 17 österreichische Firmen nahmen daran teil, was das große Potenzial dieser Industrie für österreichische Anbieter untermauert.

Neben Informationen renommierter tschechischer Branchenexperten über den Wohnbau (Passiv- und Niedrigenergiehaus) in Tschechien sowie über rechtliche Rahmenbedingungen und aktuelle Förderprogramme, hatten die heimischen Firmen die Möglichkeit, sich vor über 60 ausgewählten tschechischen Unternehmen zu präsentieren, die im Bereich Passiv- und Niedrigenergiehaus tätig sind. "Persönliche b2b-Gespräche standen hier stark im Vordergrund, um gleich "Nägel mit Köpfen" machen zu können", so Seiwald.

Nach 3 Jahren Hochkonjunktur mit BIP-Wachstumsraten von über 6 Prozent hat sich in Tschechien - vor allem infolge der internationalen Wirtschaftskrise - im Vorjahr das Wirtschaftswachstum auf + 3,1 Prozent verlangsamt. Der österreichisch - tschechische Handel wächst ohne Unterbrechung seit 1993 in beide Richtungen. 2008 erhöhten sich die österreichischen Ausfuhren um 7,5 Prozent auf 4,4 Mrd. Euro, die Importe stiegen um 16,4 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro - das Handelsvolumen überstieg somit erstmals 8 Mrd. Euro - Tschechien ist nun nach Deutschland, Italien und der Schweiz Österreichs viertwichtigster Handelspartner. Exportseitig nimmt Tschechien bereits 3,7 Prozent aller österreichischen Exporte ab und steht damit in der Exportrangliste an 6. Stelle, bei den Importen steht Tschechien mit einem Anteil von 3,6 Prozent der Importe sogar an 5. Stelle.(ES)

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Dr. Nikolaus Seiwald
Außenhandelsstelle Prag
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