2. KV-Verhandlungsrunde in der chemischen Industrie unterbrochen

Wien (PWK242) - Am Montag, den 30. März 2009 hat die 2. Kollektivvertragsrunde in der chemischen Industrie stattgefunden. Die KV-Verhandlungen wurden seitens der Gewerkschaften unterbrochen, nachdem die Arbeitgeber ihrerseits ihr bereits in der 1. KV-Runde gelegtes Angebot einer Erhöhung der Gehälter/Löhne von 1,3 % zuzüglich einer Einmalzahlung von 300 Euro mit einer Laufzeit von 12 Monaten wiederholten.

Die Arbeitgeber waren auch bereit, einen entsprechenden 18- oder 6-monatigen Abschluss zu verhandeln. Dies wurde von Arbeitnehmerseite abgelehnt. Die Arbeitgeber gehen von einer durchschnittlichen Inflationsrate für das Jahr 2009 von 0,6 % (WIFO) bis 0,9 % (IHS) aus. Aus dem Angebot der Arbeitgeber ergibt sich daher eine moderate Reallohnerhöhung für das Jahr 2009. Zusätzlich ist mit einer Einmalzahlung von 300 Euro für das durchaus gute Jahr 2008 eine einmalige attraktive Abgeltung verbunden. Die Arbeitnehmerseite forderte demgegenüber eine Steigerung der Löhne und Gehälter von 1,3 % plus 300 Euro Einmalzahlung für 5 Monate. Dieser unverhältnismäßigen Forderung der Arbeitnehmerseite konnten die Arbeitgeber aus verständlichen Gründen nicht nähertreten. Standpunkt der Arbeitgeber ist, dass man bei den laufenden KV-Verhandlungen vor der teilweise extrem schwierigen Situation in den Betrieben und der derzeit nicht abschätzbaren Entwicklung in den nächsten Monaten die Augen nicht verschließen kann. Eine alleinige Berücksichtigung der Inflationsrate nur der letzten 12 Monate, wie es die Gewerkschaften fordern, ist aus Sicht der Arbeitgeber nicht zu verantworten.

Der nächste Verhandlungstermin findet am 20. April 2009 wie vereinbart statt. (us)

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