• 31.03.2009, 09:06:23
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Grüne Elektronik: Nokia, Samsung und Philips vorn

Greenpeace: Große Unzufriedenheit mit HP, Lenovo und Dell

Amsterdam/Wien (OTS) - Heute hat die Umweltorganisation Greenpeace
die bereits elfte Ausgabe ihres Ratgebers "Grüne Elektronik"
veröffentlicht: Hewlett-Packard, Lenovo und Dell schneiden bei diesem
Umwelt-Ranking deutlich schlechter ab als beim letzten Mal noch.
Diese drei PC-Hersteller zogen nämlich ihre Zusage, Polyvinylchlorid
(PVC) und bromierte Flammschutzmittel (BFR) bis Ende 2009 aus ihren
Produkten zu verbannen, wieder zurück.

Von den führenden PC-Erzeugern halten nur Apple und Acer an ihrer
Zusage fest, die Verwendung dieser Umweltgifte einzustellen. Apple
wollte ebenfalls sämtliche Produkte bis Ende 2008 von PVC sowie BFR
befreien und konnte dieses Vorhaben bis auf eine Ausnahme auch
umsetzen: Die Zertifizierung von PVC-freien Kabeln wurde bislang noch
nicht abgeschlossen. "Wenn es Apple gelingt, auf diese Chemikalien zu
verzichten, dann sollten auch die anderen führenden PC-Hersteller
dazu in der Lage sein", meint Claudia Sprinz, Konsumentensprecherin
von Greenpeace. "Bis Jahresende müsste jedes dieser Unternehmen
zumindest eine Produktlinie anbieten können, in der keine die
Gesundheit gefährdenden Chemikalien mehr zum Einsatz kommen",
ermuntert Sprinz die Anbieter.

Dell etwa produziert einen Desktop-PC, ein Notebook und mehrere
Bildschirm-Modelle mit reduziertem Anteil an PVC und BFR. Und einige
dieser Bildschirme kommen ganz ohne die beiden Schadstoffe aus. Auch
Lenovo hat zwei PVC- und BFR-freie Produkte im Angebot. Nur
Hewlett-Packard hat es bisher noch nicht geschafft, ein PVC- und
BFR-freies Produkt auf den Markt zu bringen. Den größten Sprung im
Ranking schaffte jedoch Philips - und zwar von Platz 15 auf den guten
Vierten. Dieser Hersteller hat dem Druck von Greenpeace nachgegeben
und seinen Umgang mit Elektronikschrott deutlich verbessert. So wird
Philipps nun die finanzielle Verantwortung für das Recycling seines
Elektronikschrotts übernehmen, muss allerdings erst ein adäquates
System dafür implementieren.

Während alle Hersteller bei der Vermeidung gefährlicher
Chemikalien schlechter abschnitten als beim letzten Mal, konnten sie
ihre Umweltkompetenz bei den Energiekriterien steigern. Und
tatsächlich nimmt die IT-Branche beim Thema Klimaschutz eine
Schlüsselposition ein: Mit Energie sparender Hardware könnte der
durch dieses Geschäftsfeld verursachte Ausstoß von Treibhausgasen um
gut fünfzehn Prozent gesenkt werden. Samsung folgt dem Beispiel von
Philips und bekennt sich öffentlich zum Klimaschutz sowie zum Ziel,
die CO2-Emissionen relevant senken zu wollen. Auch Dell und Nokia
verpflichten sich selbst zu einer deutlichen Reduktion ihrer Klima
schädigenden Emissionen. Mehrere Hersteller setzen inzwischen auch
stärker auf Erneuerbare Energien. Nokia zum Beispiel deckt bereits
ein Viertel seines Strombedarfs mit Energien aus nachhaltigen
Quellen.

"Im Dezember werden politische Entscheidungsträger aus aller Welt
in Kopenhagen zusammenkommen, um ein Nachfolge-Abkommen zum
Kyoto-Protokoll und damit einher gehende, weltweite Maßnahmen gegen
den Klimawandel zu vereinbaren", ruft Niklas Schinerl, Klimaexperte
von Greenpeace, in Erinnerung. "Und deshalb sind tatsächlich
engagierte Wegbereiter in Sachen Klimaschutz gefragter als je zuvor",
betont Schinerl.

Weitere Informationen:
http://marktcheck.greenpeace.at/elektronikranking.html

Rückfragehinweis:
Attila Cerman, Greenpeace Österreich; Tel.: 0664-3435354
Claudia Sprinz, Greenpeace Österreich; Tel.: 0664-6126731

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

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