• 28.03.2009, 14:41:43
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Sonja Ablinger: Gerechtigkeit für Frauen ist entscheidende Zukunftsfrage der Politik

Landeskonferenz der SPÖ Frauen OÖ: Kämpfen für Chancengleichheit!

Linz (OTS) - "Die größten Einkommensunterschiede zwischen Frauen
und Männern von allen neun Bundesländern, niedrige Frauenlöhne,
ungleiche Bildungs- und Karrierechancen und mangelhafte
Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie machen
Oberösterreich, was Chancengleichheit anlangt, zu einem
Entwicklungsland. Eine aktive Gleichstellungspolitik ist daher die
entscheidenden Zukunftsfrage der Politik. Es ist Zeit, endlich für
gerechte Verhältnisse zu sorgen. Wir nehmen diese Herausforderung
an!", betonte die Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Frauen OÖ, NRin
Sonja Ablinger am Samstag bei der Landesfrauenkonferenz der SPÖ
Frauen im voll besetzten Donausaal in Mauthausen. Die Wahlen am 27.
September sind daher auch eine Richtungsentscheidung für ein
soziales, offenes und frauengerechtes Oberösterreich. "Mit Hilfe der
oberösterreichischen Frauen wird es uns gelingen, stärkste Kraft im
Land zu werden und dieses Ziel zu erreichen", betonte
Landesparteivorsitzender LH-Stv. DI Erich Haider bei der Konferenz.

Zur Umsetzung einer frauengerechten Politik in Oberösterreich
braucht es mehr Frauen in der Politik - im Land ebenso wie in den
Gemeinden. Darüber waren sich die Bundesfrauenvorsitzende
Nationalratspräsidentin Mag.a Barbara Prammer, EU-Abgeordnete Dr.in
Maria Berger, Frauen-Landesrätin Dr.in Silvia Stöger und der
Bürgermeister von Mauthausen, Thomas Punkenhofer in einer Talkrunde
einig. Das ist auch der Grund, warum die SPÖ Oberösterreich 300
Frauen mehr für die aktive Mitarbeit in den Gemeinderäten gewinnen
will. Lob und Anerkennung für die SPÖ OÖ. gab es von Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek für die vorbildhafte Erfüllung der
Frauenquote bei der Listenerstellung. Das steht im krassen Gegensatz
zur ÖVP, die seit 90 Jahren keine einzige Frau in der Landesregierung
hat. In Bezug auf die frauenpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung
sagte die Frauenministerin: "Die Zeiten, als Frauenpolitik unter
Schwarz/Blau/Orange nur eine Fußnote der Familienpolitik war, sind
endgültig vorbei!"

Auch bei den EU-Wahlen am 7. Juni kämpfe die SPÖ mit ihren
PartnerInnen in den anderen europäischen Ländern für ein sozialeres
Europa, das nicht nur die Wirtschaft in den Mittelpunkt stellt. "Dazu
brauchen wir die Unterstützung der Frauen", betonte EU-Abgeordnete
Dr.in Maria Berger und verwies darauf, dass bei den Sozialdemokraten
auf den ersten sechs Listenlistenplätzen vier Frauen an wählbarer
Stelle kandidieren (auch wenn Maria Berger EU-Richterin wird, sind es
immer noch drei), während die ÖVP nur eine Frau an wählbarer Stelle
hat.

Landesfrauenvorsitzende Sonja Ablinger, Carina Altreiter,
Frauenvorsitzende SJ OÖ, Birgt Gerstorfer, stv. Geschäftsführerin AMS
OÖ und Mag.a Gabriele Schauer, Leiterin Frauenberatungsstelle Perg
strichen in einer Diskussion am Podium hervor, dass es gerade
angesichts der negativen wirtschaftlichen Entwicklung und der damit
verbundenen Arbeitslosigkeit entscheidend sei, wirksame Maßnahmen zur
Armutsvermeidung von Frauen zu setzen. "Wir müssen eine Art
Feuerwehrpaket schnüren, das Frauen davor bewahrt, die großen
Verliererinnen der Krise zu werden. Mit frauenspezifischen Aus- und
Weiterbildungsmaßnahmen gilt es jetzt, für die Zeit nach der Krise
vorzusorgen". Die Erhöhung der Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld
auf 75%, die Abschaffung der Anrechnung des Partnereinkommens bei der
Notstandshilfe, 1200 Euro Mindestlohn und eine Mindestsicherung sind
nur einige der Forderungen der SPÖ Frauen. "Für die vielen
Kleinbetriebe bis 50 Beschäftigte, wo die meisten Frauen arbeiten,
muss es Outplacementstiftungen geben. Die öffentliche Auftragsvergabe
soll an betriebliche Gleichstellungsziele gekoppelt werden und ein
oberösterreichisches Kompetenzzentrum bei der Umsetzung dieser
Gleichstellungsziele helfen", fordert Ablinger.

Landesparteichef Erich Haider strich einmal mehr hervor, dass sich
die SPÖ Oberösterreich nicht mit dem Gratis-Kindergarten zufrieden
gibt und weiterhin Druck machen wird, damit auch Tagesmütter und
Krabbelstuben kostenfrei sind. Unbestritten wichtig für die gesunde
Entwicklung der Kinder und eine Entlastung der Familien ist der
kostenlose Mittagstisch. Eine Forderung, von der die SPÖ nicht
abrücken werde, so Haider.

Die SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende von Perg, LAbg. Gerti Jahn freute
sich über die vielen prominenten BesucherInnen. Unter ihnen auch die
2. Landtagspräsidentin GerdaWeichsler, Klubomann Dr. Karl Frais sowie
zahlreiche Landtagsabgeordnete, Abgeordnete zum Nationalrat und zum
Bundesrat sowie viele BürgermeisterInnen. "Landesparteivorsitzender
Erich Haider fördert Frauenpolitik und Frauen in der Politik. Deshalb
wird es der SPÖ mit ihrer starken, aktiven Frauenorganisation auch
gelingen, nach den Wahlen am 27. September für eine chancengerechte
Politik zu sorgen, die den Wünschen der Frauen entspricht und die
ihnen auch zusteht", betonte Jahn.

Bei der Neuwahl wurden Präsidium und Vorstand der SPÖ Frauen mit
überwältigender Mehrheit gewählt und Sonja Ablinger als
Landesfrauenvorsitzende eindrucksvoll bestätigt.

Für den musikalischen Rahmen der Landesfrauenkonferenz 2009 sorgte
die Gruppe "Rondo Vienna.

Rückfragehinweis:
SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Silvia Reisinger
Tel.: 0664/46 20 113

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