- 28.03.2009, 14:07:21
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Keine Aushebelung des Kollektivvertrages
Krise nicht als Ausrede benutzen
Wien (GdC/GPA-djp) - Zur Forderung des Industrie-Generalsekretär
Beyrer, die jetzt anstehenden Lohnrunden der Elektro-, Chemischen-
und Papierindustrie in den Herbst zu verschieben, ist festzustellen
dass die wirtschaftliche Entwicklung und die Inflationsrate der
letzten zwölf Monate als Verhandlungsgrundlage herangezogen wird.
Bekanntlich war die wirtschaftliche Situation der genannten Branchen
bis zum Ende des 3.Quartals 2008 eine sehr gute.
Wie sich in der ersten Verhandlungsrunde für rund 50.000 Beschäftigte
der Chemie- und Papiersparte gezeigt hat, wird die aktuelle
Wirtschaftkrise von Arbeitgeberseite missbraucht, um
Kollektivverträge nachhaltig auszuhebeln. Rahmenrechtspunkte wie z.B.
Zuschläge für Überstunden an Wochenenden, Schicht- und
Erschwerniszulagen sowie der Biennalsprung der Angestellten stehen
zur Diskussion. Sie sollen auch nach der Krise keine Gültigkeit
haben. In der Papierindustrie forderten die Arbeitgeber schon im
letzten Jahr, also noch vor bekannt werden einer Krise, die gänzliche
Aufgabe und Neuverhandlung des Kollektivvertrages.
"Die zweifelsohne schwierige wirtschaftliche Situation gilt als
Vorwand die in Jahrzehnten verhandelten kollektivvertraglichen
Rahmenrechtspunkte ersatzlos zu streichen. Dies hat nichts mit
Krisenbewältigung zu tun, sondern ist ein kalkulierter Abbauversuch
jahrzehntelanger erworbener Rechte der ArbeitnehmerInnen", so der gf.
Vorsitzende der Chemiegewerkschaft Alfred Artmäuer und die Verhandler
der GPA-djp stv. Bundesgeschäftsführer Karl Proyer und
Wirtschaftsbereichssekretär Roman Krenn.
ÖGB, 28. März 2009
Rückfragehinweis:
GdC Gewerkschaft der Chemiearbeiter Robert Wittek Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 01 597 15 01-50 Mobil: 0664/614 56 47 e-Mail: robert.wittek@gdc.oegb.or.at http://www.chemiearbeiter.at Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier Mag. Martin.Panholzer Mobil.: 0676 / 817 111 511
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