Leitl: Grünes Licht für thermische Sanierung nutzt Konjunktur, Arbeitsmarkt und Umwelt

Mittel müssen nun rasch fließen - Konjunkturbelebung durch Investitionen in der Bauwirtschaft bringt hohe inländische Wertschöpfung

Wien (PWK231) - "Das ist die gute Nachricht des Tages und die richtige Maßnahme zur richtigen Zeit", begrüßt Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die heute von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Umweltminister Niki Berlakovich präsentierte Offensive zur Forcierung der thermischen Sanierung im Rahmen des Konjunkturprogramms II. "Konjunkturpolitische sowie energie- und umweltpolitische Ziele werden auf intelligente Weise miteinander verknüpft, sodass es nur Gewinner gibt: Die Konjunktur erhält frischen Wind, die Umwelt eine bessere Luft und zugleich wird in einer schwierigen Zeit Beschäftigung gesichert."

Durch das heutige Paket von insgesamt 100 Millionen Euro an nicht-rückzahlbaren Zuschüssen - davon jeweils 50 Millionen für den privaten Wohnbau und die Unternehmen - lässt sich nach Schätzung der WKÖ ein Investitionsvolumen von bis zu einer Milliarde Euro mobilisieren. Besonders erfreulich sei, dass die Hälfte des Budgets der Verbesserung von Betriebs- und Geschäftsgebäuden gewidmet ist, wo häufig ein besonders hoher Energieeinsparungseffekt erzielt werden kann.

"Es ist wichtig, einem möglichen Konjunktureinbruch in der Bauwirtschaft rasch zu begegnen und die Beschäftigten in den Betrieben abzusichern. Davon profitieren das Baugewerbe, die Bauindustrie, die Baustoffhersteller, die Baunebengewerbe, die Heizungsanlagenhersteller sowie Energieberater - alles Bereiche mit hoher Wertschöpfung im Inland", betont Leitl.

Nach diesem ersten wichtigen Schritt der Umsetzung einer zentralen Maßnahme aus dem Konjunkturpaket II müsse nun sichergestellt werden, dass die Mittel ohne Verzögerung fließen und die zu erwartenden positiven Impulse für die Bauwirtschaft, die Umwelt und den Arbeitsmarkt rasch greifen können.

Leitl erinnert auch daran, dass bis 2020 der Großteil aller sanierungsbedürftigen Gebäude saniert sein sollte, damit Österreich die hochgesteckten Klimaschutzverpflichtungen erfüllen kann. Die derzeitige Sanierungsquote von unter 1 Prozent pro Jahr müsse deshalb massiv - auf mindestens 3 bis 5 Prozent - gesteigert werden. "So richtig und wichtig der heutige Schritt war: Es wäre wünschenswert, dass die nunmehr zur Verfügung stehenden Bundesmittel auf Landesebene zusätzlich verstärkt werden." (SR)

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