Twin City Liner - Saisonstart am 4. April

Donauboliden werden in Linzer Werft fit für neue Saison gemacht - Viele Verbesserungen und Neuerungen

Wien (OTS) - Seit Juni 2006 verbindet der Twin City Liner die
beiden Städte Wien und Bratislava auf dem Wasserweg miteinander und das mit so großem Erfolg, dass seit Mitte 2008 bereits zwei Twin City Liner unterwegs sind. Derzeit befinden sich beide Schiffe in der Linzer ÖSWAG Werft, der größten österreichischen Schiffswerft. Dort liegen die beiden Twin City Liner in der großen Werfthalle aufgebockt an Land und werden auf Herz und Nieren durchgecheckt, um danach am 4. April 2009 in die neue Saison zu starten.****

Schiffe werden "auf Herz und Nieren" geprüft

Wie jedes Flugzeug oder jedes Auto brauchen auch die beiden Twin City Liner ihr regelmäßiges Service. Egal ob Bordelektronik, Navigationssystem, Schiffssteuerung oder Antrieb - die Technik und Ausstattung der beiden Schiffe wird auf Herz und Nieren geprüft. So zum Beispiel stehen Service und Wartung der mächtigen 1000-PS-Dieselmotoren im Mittelpunkt der Arbeiten. Sie sind das Herzstück der Twinnis gemeinsam mit den zwei Waterjets, die bei Fullspeed rund tausend Liter Wasser pro Sekunde herausblasen und so die beiden 34 Meter langen und acht Meter breiten Schiffe auf bis zu über 70 km/h beschleunigen. Auf jedem Schiff gibt es je zwei dieser Dieselmotoren und Waterjets. Bei den Arbeiten sind Elektriker, Installateure, Maschinenbauer, Elektroniker, Anstreicher, Karosseriebauer, Bodenleger und Innenausstatter beschäftigt. Bis zu zwölf Personen arbeiten gleichzeitig an den Schiffen. Und natürlich werden die beiden Schiffe auch auf Hochglanz gebracht. Es wird gesaugt und geputzt, damit die Twinnis sich zum Saisonstart von ihrer besten Seite präsentieren.

Schiffsrümpfe erhalten Spezial-Kunststoffbeschichtung aus Kevlar

In der Werft in Linz wird auch an den Rümpfen der Schiffe gearbeitet. Die gesamte Rumpfkonstruktion besteht aus 29 Tonnen Aluminium pro Schiff. Die Rümpfe beider Schiffe erhalten nun eine ganz spezielle vier Millimeter starke Kevlar-Beschichtung. Kevlar ist ein besonders leichter, zäher und elastischer Kunststoff, der sich durch besondere Widerstandfähigkeit auszeichnet. Dieses Material wird zum Beispiel auch bei kugelsicheren Westen, im Flugzeugbau, als Raketentriebwerksverkleidung oder in Form von Tauen zum Verankern von Bohrinseln verwendet. Auch die Monococks der Formel 1-Boliden sind aus diesem Material gefertigt. Beim Twin City Liner schützt die Kevlar-Schicht den Rumpf der Schiffe zum Beispiel vor Treibgut, das in der Donau schwimmt. Selbst eine Vollstrandung auf Donaukies würde dank Kevlar-Schicht lediglich ein paar Dellen am Rumpf verursachen.

Viel Neues beim Twin City Liner I

Die Twin City Liner-Flotte besteht aus zwei Schiffen. Der Twin City Liner I ist jenes Schiff, mit dem die Schiffsverbindung im Jahr 2006 gestartet wurde. Das Schwesternschiff - der Twin City Liner II -wurde im Vorjahr geliefert und ist seither ebenfalls auf der Strecke Wien - Bratislava im Einsatz. Beide Schiffe sollen in der neuen Saison auch optisch und ausstattungsmäßig wie ein Ei dem anderen gleichen. In der Linzer Werft hat deshalb der Twin City Liner I eine neue Captains Lounge hinter der Kapitänsbrücke erhalten. Damit verfügen nun beide Schiffe über diese besonders bequem ausgestattete Zusatzkabine mit acht Plätzen. Ebenso wurden am oberen Freideck des Twin City Liner I zwölf Sitzplätze installiert. Nun kann man auf beiden Twinnis bei Schönwetter auch am Oberdeck reisen. Beide Schiffe verfügen über eine Gesamtkapazität von 126 Sitzplätzen. Und im Design sind beide Donauboliden nun richtige Zwillinge und einheitlich in elegantem Weiß und Rot lackiert. Verbesserungen gibt es auch im technischen Bereich: Die Klimaanlage wurde weiter verfeinert und sorgt jetzt für noch angenehmere Temperaturen auch an ganz heißen Tagen.

400.000ster Passagier wird für heuer erwartet

"Seit dem Start des Twin City Liner im Jahr 2006 wurden bereits über 340.000 Menschen insgesamt befördert. Allein im Jahr 2008 waren es rund 150.000 Passagiere, bei einer durchschnittlichen Jahresauslastung von 73 Prozent mit beiden Schiffen. Insgesamt waren die beiden Schiffe rund 3.800 Mal zwischen Wien und Bratislava unterwegs und haben dabei über 250.000 Kilometer zurückgelegt. Und für heuer erwarten wir bereits den 400.000sten Passagier Der tolle Zuspruch unserer Passagiere freut uns ganz besonders, weil der Twin City Liner viel mehr als nur eine Schiffsverbindung ist. Er ist ein Symbol für das Zusammenrücken zweier Hauptstädte und ein gutes Beispiel für eine gelebte Nachbarschaft", erklärt Wien Holding-Direktor Komm.-Rat Peter Hanke.

Der Twin City Liner ist auch ein Musterbeispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit städtischer und privater Wirtschaftsunternehmen. Denn beim Twin City Liner arbeitet die Wien Holding im Rahmen eines Public Private Partnership-Modells mit der Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien als Partner aus der Privatwirtschaft zusammen. Um den Twin City Liner zu realisieren, wurde die Central Danube Region Marketing & Development GmbH (CDR) gegründet, die Initiator, Projektentwickler und Schiffseigner ist. An dieser Gesellschaft sind die Wien Holding und die RLB NÖ-Wien mit jeweils einem Anteil von 50 Prozent beteiligt.

Weitere Partner sind die DDSG Blue Danube Schifffahrt GmbH und die Wiener Donauraum Länden und Ufer Betriebs- und Entwicklungsgesellschaft. Beide Unternehmen gehören ebenfalls zum Wien Holding-Konzern.

Saisonstart 2009 am 4. April: Reisen mit dem Twin City Liner wird zum Erlebnis

Die Arbeiten an den beiden Twin City Linern sind Ende März abgeschlossen und die Schiffe werden zu Wasser gelassen. Innerhalb eines Tages fahren die Schiffe dann nonstop von Linz nach Wien. Und am 4. April starten die beiden Donauboliden in die Saison 2009. Bis zu fünf Mal täglich pendeln die Schnellkatamarane zwischen Wien und Bratislava.

Die Reise mit dem Twin City Liner ist ein ganz besonderes Erlebnis. Das beginnt schon beim Betreten des Schiffes. Die Passagiere nehmen Platz in den bequemen Polstersesseln im weitläufigen Innenraum des Schiffes. Rundherum große Glasfenster, die jeden Platz zu einer kleinen Aussichtsplattform machen. Und dann legt der Schnellkatamaran auch schon ab, schippert zuerst etwas langsamer den Donaukanal abwärts, nimmt bei der Urania bereits Fahrt auf bis er den Donaustrom erreicht, wo er dann richtig Gas gibt. Es dauert nur ein paar Sekunden, bis er fünfzig oder gar sechzig Stundenkilometer erreicht hat, die "Reisegeschwindigkeit", wie der Kapitän über Lautsprecher verkündet. Nach kurzer Zeit hat das Schiff die Bundeshauptstadt auch schon hinter sich gelassen. Am Ufer - Idylle pur: dichte Auwälder, die bis ans Wasser reichen. Da und dort ein anderes Schiff, ein Schleppkahn oder ein Donaukreuzfahrtsschiff, die einfach überholt werden. Auf der rechten Seite kommt das Städtchen Hainburg immer näher, dann die stolze Burg Theben auf der linken Seite - und schon ist das Ziel in Sicht: Bratislava mit seinen Donaubrücken. Nach 75 Minuten Fahrzeit legt das Schnellboot am Donaukai an, nur ein paar Gehminuten von der Altstadt der slowakischen Hauptstadt entfernt.

Twin City Liner: Infos und Kartenreservierungen bzw. Buchung von Sonderfahrten

Der Twin City Liner fährt in Wien von der Anlegestelle beim Schwedenplatz (Abgang Marienbrücke, 1010 Wien) ab. Bis zu fünf Mal täglich im Jahr 2008. Kartenreservierungen sind unter der Telefonnummer 58880 bzw. im Internet unter www.twincityliner.com möglich.

Zur Wien Holding und ihren Unternehmen: Lebensqualität als Auftrag

Rund 75 Unternehmen sind derzeit unter dem Dach der Wien Holding vereint. Sie sind in insgesamt fünf verschiedenen Geschäftsfeldern tätig: Kultur-, Freizeit- und Veranstaltungsmanagement, Immobilienmanagement, Logistik & Mobilität, Medien & Bildung und Umweltmanagement. Der Konzern mit rund 2.200 MitarbeiterInnen befindet sich in hundertprozentigem Eigentum der Stadt Wien, ist nach privatwirtschaftlichen Kriterien organisiert und auf Ertrag ausgerichtet. In der Praxis heißt das: Effizient wirtschaften und mit den Projekten der einzelnen Unternehmen das Wirtschaftswachstum ankurbeln, Arbeitsplätze sichern, Infrastruktur verbessern und die Lebensqualität insgesamt weiter steigern.

Pro Jahr erwirtschaften die 75 Unternehmen der Wien Holding einen Umsatz von über 300 Millionen Euro. Auch die Umwegrentabilität ist enorm. Der Wien Holding-Konzern mit allen seinen Unternehmen trägt zur Wertschöpfung in Wien pro Jahr rund eine Milliarde Euro bei und sichert direkt und indirekt rund 15.000 Arbeitsplätze. (Schluss) gaw

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Wolfgang Gatschnegg
Wien Holding
Konzernsprecher
Telefon: 01 408 25 69-21
Mobil: 0664 826 82 16
E-Mail: w.gatschnegg@wienholding.at

o Mag. Dieter Pietschmann
Central Danube Region Marketing & Development GmbH
Projektmanager / Marketing & PR
Telefon: 01 727 10-137
Mobil: 0664 455 76 86
E-Mail: dieter.pietschmann@centraldanube.at

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