Leitl: "Österreichs Wirtschaft bleibt wichtiger Investor in Rumänien"

WKÖ-Präsident empfängt rumänischen Staatspräsident Traian Basescu in Wien - Treffen hochrangiger Wirtschaftsrepräsentanten

Wien (PWK214) - "Die heimischen Unternehmen finden, trotz momentan weltweit schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen, in Rumänien ein hervorragendes Feld für Investitionen und Umsetzung ihres Know-How," betonte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich des Besuches des rumänischen Staatspräsidenten Traian Basescu, am Montag-Abend im Haus der Wirtschaft. Basescu, der Österreich aufgrund einer offiziellen Arbeitsvisite besuchte, war zuvor gemeinsam in hochrangiger Begleitung mit Spitzenvertretern der österreichischen Wirtschaft in der WKÖ zusammengetroffen.

Präsident Leitl betonte, dass Rumänien auch in der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Phase ein wichtiger Handelspartner mit großem Potential für Österreich bleibe, was sich auch daran zeige, dass sich die heimischen Unternehmen in keinem Sektor aus diesem nach wie vor pulsierendem Markt zurückziehen, sondern vielmehr ihre Rumänien-Aktivitäten ausbauen wollen. Staatspräsident Basescu bedankte sich bei den österreichischen Investoren für ihr Vertrauen und versicherte, dass das rumänische Bankensystem solide sei: "In Rumänien gibt es keine Bankenkrise. Die Kredite von IWF und EU sind ein Sicherheitsgürtel - kein Rettungsring. Die Wirtschaftskrise spüren wir vor allem im Export."

"Wir gehen davon aus, dass nach Anspringen der weltweiten Konjunktur, Rumänien früher als andere Länder wieder starke Wachstumsraten aufweisen können wird", zeigt sich Leitl überzeugt und wies darauf hin, dass Österreich als größter Investor in Rumänien mit rund 12 Mrd. Euro Investitionen seit 1999 für knapp ein Drittel der Investitionen im Land verantwortlich sei und die heimische Wirtschaft in Rumänien 160.000 Arbeitsplätze geschaffen habe. "Diese Verantwortung werden wir selbstverständlich auch in schwierigeren Zeiten übernehmen", versprach Leitl. Auch wenn sich das rumänische Wirtschaftswachstum 2009 aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise stark verringern wird, ist aufgrund der massiven Infrastrukturprojekte und der hohen EU-Förderungen kein Einbruch der rumänischen Wirtschaft zu befürchten. Als "natürliches Konjunkturprogramm" und "Turbo" für die rumänische Volkswirtschaft bezeichnete Leitl den Autobahnbau, die Renovierung des Eisenbahnnetzes, den Ausbau der Donau, die Renovierung und den Neubau der Flughäfen sowie den Ausbau des Donauhafen Constantza.

Leitl betonte außerdem, dass Rumänien auch in der Exportförderstrategie der Außenwirtschaft Österreich (AWO) einen wichtigen Stellenwert als Hoffnungsmarkt einnimmt: "Aus diesem Grund möchte ich dem rumänischen Präsidenten danken, dass er mit seiner Präsenz in Österreich die Bedeutung der bilateralen Handelsbeziehungen zwischen unseren beiden Ländern unterstreicht und bei seinen heutigen Gesprächen mit unseren heimischen Unternehmern, immer wieder betont hat, dass österreichische Firmen gern gesehene Gäste und Partner in Rumänien sind."

Rumänien hat sich in den vergangenen Jahren als ein wichtiger Handelspartner der österreichischen Wirtschaft etabliert. Trotz der sich, aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise, im Laufe des Jahres 2008 verschlechternden Rahmenbedingungen, kann sich das Export-Ergebnis mit Rumänien durchaus sehen lassen. Die heimischen Exporte erreichten mit einem Plus von 13,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein Volumen von rd. 2,4 Mrd. Euro, und liegen damit weit über dem heimischen Gesamtjahres-Export-Ergebnis von 2,3 Prozent. "Bei allen momentanen Problemen ist das Vertrauen, der Optimismus für die Zukunft und somit die Basis für eine langfristige Beziehung unserer beiden Länder gegeben, so Leitl abschließend. (ES)

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