"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Ja, dürfen s’ denn das?"

Der Fall Zilk setzt mediale Emotionen frei, die wirklich ungeheuerlich sind.

Wien (OTS) - Schmutziger Journalismus", "Hetze", "Ungeheuerlich". Was ist passiert? Ein Nachrichtenmagazin macht seinen Job, gräbt bislang unbekannte Dokumente aus, hält sie nach Prüfung für echt und publiziert sie. Die Veröffentlichung der Geheimdienst-Akte "Holec" alias Zilk im profil trat eine Welle der

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Empörung bei Angehörigen und Freunden des Helmut Zilk los, die ihresgleichen sucht. Nur Zilk-Freund Gerd Bacher bewahrte Sonntagnacht in der ORF-Talkshow "Im Zentrum" in der Aufwallung der Emotionen Haltung: Bei der Debatte um den
Geheimdienst-Akt, den die CSSR über Zilk angelegt hat, geht es nicht um "Freundschaftskundgebungen", sondern "darum, die Wahrheit zu finden". Das ist der Job, vor dem in der neuen Causa Zilk Politik und Medien nun stehen.
Nur in einem Punkt ist dem großen Gerd Bacher sanft zu widersprechen. Wenn sich die Vorwürfe als wahr herausstellen, dann kracht sein Bild von Helmut Zilk zusammen, sagt Bacher. Bleibt dieses Kapitel im Leben des Helmut Zilk so dunkel, wie es der profil-Akt malt, dann hätte Zilk einen hässlichen Schmutzfleck auf der weißen Weste. Ein großer Journalist, Wiener Bürgermeister und Unterrichtsminister bliebe er dennoch.

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