Fahrschulen zu Unfallstatistik: Änderung bei Radfahrerüberfahrten notwendig!

Wenig Anlass zur Freude über Unfallstatistik 2008

Wien (OTS) - Obwohl die Anzahl der verletzten und getöteten Personen im Straßenverkehr 2008 im Vergleich zum Vorjahr etwas gesunken ist, kann man über die Ergebnisse der heute veröffentlichten Unfallstatistik nicht wirklich zufrieden sein", meint Norbert Hausherr, Obmann des Fachverbandes der Fahrschulen in der Wirtschaftskammer Österreich. "Es gibt noch viel Handlungsbedarf, vor allem im Vergleich zu anderen europäischen Staaten, in denen die Fortschritte bei der Erhöhung der Verkehrssicherheit wesentlich rascher erfolgen."

Ein wesentlicher Punkt ist, künftig noch mehr an den Fahrtmotiven und der Einstellung der Fahrzeuglenker zum Straßenverkehr zu arbeiten. Die Bedienung des Fahrzeuges und der Umgang mit schwierigen Verkehrssituationen stellen nur sehr geringe Probleme dar, Hauptunfallursachen sind nach wie vor Alkohol am Steuer oder nicht den Fahrbahnverhältnissen angepasste Fahrtgeschwindigkeiten. Mit entsprechenden Maßnahmen und Projekten arbeiten die Fahrschulen daran, auf das Verhalten und Bewusstsein ihrer Fahrschüler Einfluss zu nehmen.

Zusätzlich ist erforderlich, die Kontrollen der Exekutive drastisch zu erhöhen. Vor allem die Alkoholmessung und die Überwachung von Tempolimits, besonders an Unfallhäufungsstellen, müssen spürbar ausgedehnt werden.

Besonders alarmierend ist die hohe Anzahl an getöteten Radfahrern. "Wir haben schon oft darauf hingewiesen, dass die bestehende Regelung für Radfahrerüberfahrten nicht zufriedenstellend ist", so Hausherr. Derzeit sind Radfahrer verpflichtet, mit Schrittgeschwindigkeit Straßen auf den markierten Überfahrten zu queren. Die Praxis zeigt aber, dass viele Radfahrer viel zu schnell unterwegs sind. Rechtsabbiegende Fahrzeuglenker haben, wie Tests in der Praxis gezeigt haben, keine Möglichkeit, den Radfahrer rechtzeitig zu erkennen und anzuhalten. "Wir fordern daher dringend eine Änderung dahingehend, dass für Radfahrer künftig eine Wartepflicht bei den entsprechenden Überfahrten besteht".

Da sich die Unfallzahlen im Jahr 2009 nicht erfreulich entwickeln, wäre es falsch, sich zurückzulehnen und keine weiteren Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu treffen. Positiv gesehen werden von den Fahrschulen die vorgeschlagenen Neuerungen zum Vormerksystem und zur Mopedausbildung. (Rh)

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