Grüne Wien/Jerusalem: Schulsozialarbeit einführen!

Wien (OTS) - "Eine wachsende Zahl an Kindern hat Schwierigkeiten damit, zu einer starken sozialen Persönlichkeit heranzuwachsen. Soziale und psychische Probleme und Erkrankungen nehmen zu, es gibt immer mehr verhaltensauffällige Kinder und überforderte Eltern und Lehrer. Im Extremfall kommt es zu blutigen Gewalttaten", so die Schulsprecherin der Grünen Wien, Susanne Jerusalem, die die längst überfällige Einführung von Schulsozialarbeit.

"Schulsozialarbeit begleitet, berät und unterstützt Schülerinnen und Schüler in schwierigen Situationen. Gemeinsam werden Problemlösungen gesucht", so Jerusalem. Auch Eltern und Lehrer können sich an sie wenden. Schulsozialarbeit ist international anerkannt. Länder wie die Niederlande, Spanien, die Schweiz, Deutschland oder die skandinavischen Länder setzen seit Jahrzehnten auf Schulsozialarbeit.

"Schulsozialarbeit reduziert hohe Folgekosten im Bereich Gewalt, Vandalismus, Sucht, Kriminalität und psychische Erkrankungen", so Jerusalem.

Von 1999 bis 2002 gab es im 17. Bezirk ein EU-Pilotprojekt mit dem Titel "Schulsozialarbeit an Schulen mit hohem Anteil an eingeschulten MigrantInnen im Ballungszentrum". "Obwohl sich alle Beteiligten für eine Fortsetzung des erfolgreichen Projektes aussprachen, wurde es nach Ablauf der EU-Finanzierung aus Kostengründen eingestellt", ärgert sich Jerusalem. Seither werden alle Anträge der Grünen, aber auch die Forderungen der Schuldirektoren des 20. Bezirks abgelehnt. In einigen Bezirken aber finden die Anträge mittlerweile die Unterstützung der SPÖ, wie z.B. im 15. oder kürzlich im 21. Bezirk. Im 9. Bezirk jedoch wurde ein Antrag zur Einrichtung von Schulsozialarbeit in den Pflichtschulen des Bezirks mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und F abgelehnt. Diese Ablehnung wurde in der Bezirksvertretungs-Sitzung vom 4.3.2009 (natürlich gegen die Stimmen der Grünen) - eine Woche vor dem Amoklauf in Winnenden - bekräftigt.

Die Grünen fordern die Einführung von Schulsozialarbeit an allen Wiener Schulen mit jeweils einer männlichen und einer weiblichen SozialarbeiterIn als Betreuungsperson sowie ausreichender räumlicher Infrastruktur. Außerdem soll, so Jerusalem, Schulsozialarbeit im Wiener Schulgesetz verankert werden.

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