ÖH Uni Graz: Bildungspolitik bald auf Tiefpunkt angelangt

Geplanter Aufnahmestopp für LehrerInnen kurzsichtig. AbsolventInnen gehen dem Schulsystem verloren - mit Pensionswelle um 2013 gibt es eklatanten PädagogInnen-Mangel

Graz (OTS) - "Die österreichische Bildungspolitik steuert stetig ihrem Tiefpunkt zu. Erst gibt es zuwenig Geld für die Universitäten, nun auch für Schulen. Hier wird der Sparstift eindeutig an der falschen Stelle angesetzt, schließlich sind Kinder und Studierende die Zukunft des Landes - diese Zukunft darf nicht aufs Spiel gesetzt werden", zeigt sich Florian Ortner, Vorsitzender der HochschülerInnenschaft an der Universität Graz (ÖH Uni Graz), über den von Bildungsministerin Schmied geplanten zweijährigen Aufnahmestopp für LehrerInnen empört.

"Es muss Ziel der Regierung sein, den LehrerInnenberuf so attraktiv wie möglich zu gestalten und jeder und jedem geeigneten Absolventin/Absolventen einen Job zu verschaffen, da diese ansonsten dem Schulsystem verloren gehen. Sonst wird die nächste Regierung plötzlich überrascht sein, wenn es bereits in wenigen Jahren durch die nächste PädagogInnen-Pensionswelle einen eklatanten LehrerInnenmangel in Österreich gibt", legt Ortner die weitreichenden Konsequenzen des Plans dar.

"Anstatt das Schulsystem wirklichen Reformen zu unterziehen, betreibt BM Schmied lediglich Kosmetik, welche das System aber nur noch schlechter macht! Wir fordern Bildungsministerin Schmied und Wissenschaftsminister Hahn auf, dem Budget am 21. April nicht zuzustimmen, wenn es nicht massiv mehr finanzielle Mittel für Bildung gibt", appelliert der Studierendenvertreter an die Entscheidungsträger.

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