ÖH: Schmieds Pläne eliminieren Jobchancen von Junglehrerinnen und -lehrern bis 2012 - Lösung gefordert

Neue Pädagogen hängen bis 2012 in der Warteschleife

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) ist höchst befremdet über die Aussagen von BM Schmied in der gestrigen Pressestunde zu den Folgen der geplanten Verlängerung der Unterrichtsverpflichtung. Laut Schmieds Aussagen ist mit kaum Neuanstellungen an Österreichischen Schulen bis 2012 zu rechnen. "Unsere schlimmsten Befürchtungen sind damit wahr geworden. Es kann nicht sein, dass diese Diskussion ohne Rücksicht auf dem Rücken zahlreicher PH- und Lehramtsstudierender geführt wird. Es muss bis 2012 sichergestellt werden, dass die hunderten Jungpädagoginnen und Jungpädagogen nicht die nächsten drei Jahre auf der Straße stehen werden. Alles andere wäre unverantwortlich. Denn die Frau BM vergisst augenscheinlich, dass eine pädagogische Tätigkeit, wenn sie unterbrochen wird oder über einen längeren Zeitraum nicht aktiv ausgeübt werden kann, fern von Weiter- und Fortbildungen, zu Einstellungschancen gegen Null führen.", kritisiert ÖH-Vorsitzender Samir Al-Mobayyed die Pläne von BM Schmied.

Aus Sicht der ÖH würde ein derartiger Einstellungsstopp zu massiven Problemen führen. Al-Mobayyed: "Die ÖH fordert daher die Ministerin auf, endlich zu ihren Aussagen über den Ausbau des qualitativen Unterrichts zu stehen und bei der Ausweitung der Lehre keine weiteren Beschränkung und Einsparung zu vollziehen. Guter Unterricht braucht Vor- und Nachbereitungszeit, dass muss der Ministerin klar sein. Beispielsweise können mit dem neuen Bachelor of Education innerhalb des Schulsystems Lehrerinnen und Lehrer mit frischen Ideen das Bildungssystem positiv und nachhaltig verändern. Wenn die Ministerin diese zukünftigen Pädagoginnen und Pädagogen von vornherein für mehrere Jahre schlichtweg aussperrt, machen wir keinen Schritt nach vor, sondern eher einen kräftigen zurück."

Abschließend fordern die Studierenden der PHs weiter, endlich von der Ministerin in die Neue Lehrerinnen- und Lehrerausbildung einbezogen zu werden. "Es ist unverantwortlich, die Zukunft des österreichischen Schulsystems aus diesem wichtigen Diskussionsprozess auszuschließen und damit eine vollkommen neue Ausbildung zu beschließen, ohne die unmittelbar Betroffenen vorher auch nur befragt zu haben.", kritisiert Al-Mobayyed abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH)
Peter Schweinberger, Pressesprecher
Tel.: 01/310-88-80/59, Mobil: 0676 888 52 211
peter.schweinberger@oeh.ac.at http://www.oeh.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001