Verkehrsministerin Bures prüft Ausweitung von LKW-Überholverboten

21 Tote mehr bei Unfällen mit schweren LKW

Wien (BMVIT) - Viele Autofahrerinnen und Autofahrer fühlen sich durch riskante LKW-Überholmanöver, vor allem bei schlechten Witterungsbedingungen, gefährdet. Verkehrsministerin Doris Bures handelt jetzt und lässt eine Ausweitung der LKW-Überholverbote prüfen. "LKW sind nicht unverhältnismäßig häufiger in Unfälle verwickelt. Aber die Unfallfolgen sind bei schweren LKW leider unverhältnismäßig schwerer", so Bures, die die Länderverantwortlichen in ihrem Schreiben bittet, etwaige Gefahren- und Problemstellen auf Autobahnen oder Schnellstraßen gemeinsam mit der Asfinag zu eruieren, an denen ein LKW-Überholverbot Sinn haben würde.****

Die Verbesserung des Verkehrsflusses stellt immer auch eine Eindämmung von etwaigen Gefahrenmomenten dar, was damit mehr Sicherheit für alle VerkehrsteilnehmerInnen bringt. Gerade LKW-Überholverbote können die Homogenität im Verkehr verbessern, deshalb sollen die Länder jetzt prüfen, an welchen Stellen die Verhängung weiterer LKW-Überholverbote aus Gründen der Sicherheit, Leichtigkeit oder Flüssigkeit des Verkehrs erforderlich sind. Auf Basis der Gutachten könnten dann entsprechende Überholverbote durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) verordnet werden. Die Verkehrsministerin kommt mit dieser Prüfung weitere LKW-Überholverbote auch den Wünschen der österreichischen Autofahrerclubs entgegen, die schon seit längerem auf die Gefahren durch überholende schwere LKW hinweisen.

21 Tote mehr bei Unfällen mit schweren LKW

Die LKW-Beteiligung an Verkehrsunfällen bleibt mit unter fünf Prozent zwar konstant, aber der Anteil der getöteten Menschen bei LKW-Beteiligung liegt bei 16 Prozent, wie die neueste Verkehrsunfallstatistik zeigt. 2005: 16,8 Prozent (129 Getötete); 2006: 17,4 Prozent (127 Getötete); 2007: 13 Prozent (90 Getötete); 2008: 16,3 Prozent (111 Getötete). Anstieg 2007 auf 2008: plus 23,3 Prozent, plus 21 Tote.

Bures sieht hier Handlungsbedarf und ist zuversichtlich, dass LKW-Überholverbote an besonderen Gefahrenstellen einen positiven Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit auf den österreichischen Straßen leisten und man dem europäischen Ziel der "Vision Zero" wieder einen Schritt näher kommt. (Schluss)

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