Schmied - ORF-Pressestunde (2): "Mehr Kinder in höhere Bildung bringen"

Mittel des ÖFI aufstocken - Mehr Platz für Kunst und Kultur - Klares Ja zum österreichischen Film

Wien (SK) - Bildungsministerin Claudia Schmied machte am Sonntag
in der ORF-"Pressestunde" klar, dass es für sie von zentraler Bedeutung sei, dass unsere Kinder gut unterrichtet werden und "dass das große Ziel gelingt, nämlich dass die Bildung der Kinder keine Erbpacht mehr ist, sondern dass es uns gelingt, mehr Kinder in eine höhere Bildung zu bringen". Schmied unterstrich weiters: "Wenn heute die Eltern 160 Millionen Euro für Nachhilfe ausgeben, dann brauchen wir einfach eine bessere öffentliche Schule und mehr Zuwendung für die Kinder." Bekräftigt wurde von Schmied der Stellenwert des heimischen Films: "Es ist ganz entscheidend, hier entsprechend zu subventionieren". Das bedeute, dass sie "beim Österreichischen Filminstitut die Mittel aufstocken und gleichzeitig die Vermittlung weiter fördern" wolle. ****

Eines sei für sie "ganz klar: Diese Bundesregierung wird den bildungspolitischen Kurs fortsetzen", hierzu habe sie ein Stück Vorarbeit zu leisten, so Schmied, die auch deutlich machte, dass sie für eine Verbesserung der Schule für Kinder, Eltern und LehrerInnen eintrete. Sie halte das Bildungsthema für ein ganz zentrales, umso mehr seien da "Zurufe aus Parteizentralen - noch dazu einen Tag vor Gewerkschaftsverhandlungen - entbehrlich und sie dienen auch nicht dem Erfolg von Verhandlungen", stellte Schmied klar, die weiters betonte, dass sie in die Politik gegangen sei, um zu "gestalten und etwas zu verbessern". Sie sei davon überzeugt, dass die Bundesregierung hier eine gute Entscheidung trifft. Zum Erfolgsprojekte Neue Mittelschule unterstrich Schmied, dass ab September 2009 an rund 240 Standorten schon 20.000 Kinder in der Neuen Mittelschule unterrichtet würden.

Zum Thema Umschichtung der Lehrer-Arbeitszeit bekräftigte Schmied, dass es dadurch - beispielsweise im Volksschulbereich - auch gelinge, zwei Stunden Zeit für Tagesbetreuung und mehr Förderung der Kinder zu haben. Denn es gehe darum, "mehr Zuwendung für die Kinder darzustellen". Im Bereich der AHS gelte es, das Projekt kleinere Klassen und Kleingruppen fortzusetzen - "und auch da brauche ich die LehrerInnen". Durch die kleineren Klassen entstehe auch ein "hoher Bedarf an Lehrkräften", ergänzte Schmied. Angesprochen auf den Bereich SchülerInnen mit Migrationshintergrund bekräftigte Schmied, dass sie sich dagegen verwehre, "Kinder zu brandmarken und zu selektieren oder in andere Bezirke zu schicken". Stattdessen gelte es, hier schon im Kindergarten mit Sprachförderung anzusetzen.

Für Angebot von Ganztagsschulen - Noten mit verbalen Argumenten untermauern

Zum Thema Noten hielt die Bildungsministerin fest, dass sie für ein "Mischsystem" eintrete. So lebe man in einer "Welt der Rankings und der Benotung", allerdings halte sie es hier für "sehr zielführend, das auch mit verbalen Argumenten zu untermauern". Darüber hinaus hielt die Bildungsministerin fest: "Ich bin für Religionsunterricht, aber ich halte es auch für wichtig, dass wir uns Gedanken über den Ethikunterricht machen". Klar sprach sich Schmied gegen ein "Ausspielen" von Religions- und Ethikunterricht aus. Zum Thema Ethikunterricht solle es auch eine parlamentarische Enquete geben, so Schmied. In Sachen Ganztagsschule plädierte Schmied für "das Angebot von Ganztagsschulen, aber nicht für eine Totalumstellung". Und sie trete überdies für eine Sekundarstufe I der 10- bis 14-Jährigen ein, ergänzte Schmied.

Mehr österreichische Filme im ORF

Als Kulturministerin sei ihr "das Zeigen des österreichischen Films ganz wichtig", und auch das Film- und Fernsehabkommen sei von zentraler Bedeutung, so Schmied, die zur Dotierung des Film- und Fernsehabkommens ein "klares Ja" abgab. Weiters wünsche sie sich, "mehr österreichische Filme und mehr Platz für Kunst und Kultur" im ORF - "und das nicht erst zu später Zeit". Es gebe in Österreich ausgezeichnete Filmemacher, hier gelte es entlang der gesamten Wertschöpfungskette und auch bei der Filmvermittlung entsprechend zu fördern, so Schmied.

Details zum Kunst- und Kulturbudget könne sie erst nach der Budgetrede des Finanzministers im April nennen, aber klar sei, dass ihr "das Kunst- und Kulturbudget nicht so schlaflose Nächte bereitet wie das Bildungsbudget", unterstrich Schmied abschließend. (Schluss) mb

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