Hannes Swoboda setzt auf gemeinsame europäische Energiepolitik

"Wir brauchen mehr Europa in der Energiepolitik, um erfolgreich weltweit auftreten zu können - Das ist eine Überlebensfrage"

Wien (SK) - EU-Abgeordneter Hannes Swoboda (SPÖ) machte sich
heute, Freitag, bei einem Expertengespräch im Rahmen der Veranstaltung "Argumente im Kreuzverhör - Kommt Europa aus der Energieabhängigkeit?" der Union der Europäischen Föderalisten im TGM für mehr Europa in der Energiepolitik stark. ****

"Die Rahmenbedingungen für die europäische Energiepolitik sind nicht ausreichend", stellte Swoboda fest und erläuterte drei Gründe, warum mehr Europa in der Energiepolitik notwendig sei. "Erstens: es geht um die Versorgung mit traditionellen, vor allem fossilen Energieträgern, insbesondere Erdgas. In der letzten Krise haben wir gesehen - im Streit zwischen der Ukraine und Russland - wie wichtig es ist, dass Europa hier mehr tut, weil sich einzelne Länder nicht wehren können", so Swoboda. Weiters gehe es darum, die Energieflüsse zu kontrollieren, was nur Europa insgesamt könne, sowie einen gemeinsamen Strommarkt herzustellen.

Als zweiten Grund für eine gemeinsame europäische Energiepolitik, nannte Swoboda die Umstellung in Richtung erneuerbare Energie. "Das geschieht von alleine nicht. Das muss europaweit unterstützt, propagiert und letztendlich vorgeschrieben werden. Wir haben beim Klimapaket das auch entsprechend getan", erklärte Swoboda. Europa müsse ein Vorbild sein und mit gutem Beispiel vorangehen, um auch andere Länder dafür zu gewinnen. "Wenn wir allein in Österreich etwas tun, dann wird das nicht ausreichen", betont Swoboda die Wichtigkeit gemeinsamen Agierens. "Europa muss gemeinsam handeln, was die Klimapolitik betrifft."

Drittens nannte Swoboda Energiesparen und Energieeffizienz als Gründe für gemeinsames Handeln. "Wir müssen viel mehr Energie einsparen und viel effizientere Lebensformen entwickeln. Auch da muss Europa insgesamt Druck ausüben", so der EU-Abgeordnete.

Bei aller Kritik an der europäischen Energiepolitik, betonte Swoboda: "Es gibt keinen Kontinent, der in der Summe so weit voran ist in der Energie- und Klimapolitik. Das heißt aber nicht, dass wir uns jetzt zufrieden zurücklehnen können", mahnt Swoboda und stellte fest: "Wir brauchen mehr Europa in der Energiepolitik, um erfolgreich weltweit auftreten zu können und manche, säumige Mitgliedstaaten auch zu mahnen 'ihr müsst mehr auf diesem Gebiet machen'. Es ist eine Überlebensfrage." (Schluss) ks

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