- 20.03.2009, 13:56:17
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Luanda: Papst begrüßte Angolaner mit Segenswunsch
"Deus abencoe Angola!" - Benedikt XVI. betont Bedeutung der Versöhnung nach dem jahrzehntelangen Bürgerkrieg
Luanda, 20.9.09 (KAP) Zum Auftakt seines Besuchs in der angolanischen
Metropole Luanda begrüßte Papst Benedikt XVI. am Freitag die Menschen
des Landes mit einem Segenswunsch in der portugiesischen
Landessprache: "Deus abencoe Angola!" (Gott segne Angola). Benedikt
XVI. rief zu mehr Gerechtigkeit und zum zielstrebigen Aufbau der
Zivilgesellschaft in Angola auf. Die Versöhnung und der Wiederaufbau
des Landes nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg müsse vorangehen. Es
gelte, zusammen eine freiere, friedlichere und solidarischere
Gesellschaft aufzubauen. In dem afrikanischen Land war erst 2002 ein
jahrzehntelanger Bürgerkrieg mit einem Waffenstillstand beendet
worden.
Der Papst rief dazu auf, die Reichtümer und Bodenschatze der
ehemaligen portugiesischen Überseeprovinz sowie die Stärke der Nation
für den Frieden und das Verständnis unter den Völkern einzusetzen -
auf einer Basis der Rechtsstaatlichkeit und der Gleichheit. Dies
könne für Afrika eine friedliche und solidarische Zukunft fördern,
nach der sich alle sehnten und die alle verdienten. Benedikt XVI.
mahnte, sich nicht dem Recht des Stärkeren zu verschreiben, sondern
die grundlegenden Menschenrechte aller anzuerkennen.
In Angolas gebe es viele Arme, deren Rechte respektiert werden
müssten. "Man kann die Masse der Angolaner nicht vergessen, die unter
der absoluten Armutsgrenze leben", sagte der Papst wörtlich:
"Enttäuscht ihre Erwartungen nicht".
Benedikt XVI. sagte, er komme aus einem Land, in dem Frieden und
Brüderlichkeit den Menschen wichtig seien, besonders denen, die wie
er Krieg und Spaltung der Nation auf Grund von zerstörerischen und
unmenschlichen Ideologien erlebt hätten. Deshalb sei ihm der Dialog
als Mittel der Überwindung jedes Konfliktes und jeder Spannung
wichtig. Weiter sei es ihm ein Anliegen, dass aus jeder Nation ein
Haus des Friedens und der Brüderlichkeit werde.
Um 12.30 Uhr landete der Papst an Bord einer "Alitalia"-Maschine auf
dem Flughafen der Hauptstadt Luanda, wo er von Präsident Jose Eduardo
dos Santos und den Bischöfen des Landes begrüßt wurde.
Am Sonntag feiert Benedikt XVI. in Luanda eine Messe aus Anlass der
500-Jahr-Feiern der Evangelisierung in Angola. (Forts.mögl.)
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