Luanda: Papst begrüßte Angolaner mit Segenswunsch

"Deus abencoe Angola!" - Benedikt XVI. betont Bedeutung der Versöhnung nach dem jahrzehntelangen Bürgerkrieg

Luanda, 20.9.09 (KAP) Zum Auftakt seines Besuchs in der angolanischen Metropole Luanda begrüßte Papst Benedikt XVI. am Freitag die Menschen des Landes mit einem Segenswunsch in der portugiesischen Landessprache: "Deus abencoe Angola!" (Gott segne Angola). Benedikt XVI. rief zu mehr Gerechtigkeit und zum zielstrebigen Aufbau der Zivilgesellschaft in Angola auf. Die Versöhnung und der Wiederaufbau des Landes nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg müsse vorangehen. Es gelte, zusammen eine freiere, friedlichere und solidarischere Gesellschaft aufzubauen. In dem afrikanischen Land war erst 2002 ein jahrzehntelanger Bürgerkrieg mit einem Waffenstillstand beendet worden.

Der Papst rief dazu auf, die Reichtümer und Bodenschatze der ehemaligen portugiesischen Überseeprovinz sowie die Stärke der Nation für den Frieden und das Verständnis unter den Völkern einzusetzen -auf einer Basis der Rechtsstaatlichkeit und der Gleichheit. Dies könne für Afrika eine friedliche und solidarische Zukunft fördern, nach der sich alle sehnten und die alle verdienten. Benedikt XVI. mahnte, sich nicht dem Recht des Stärkeren zu verschreiben, sondern die grundlegenden Menschenrechte aller anzuerkennen.

In Angolas gebe es viele Arme, deren Rechte respektiert werden müssten. "Man kann die Masse der Angolaner nicht vergessen, die unter der absoluten Armutsgrenze leben", sagte der Papst wörtlich:
"Enttäuscht ihre Erwartungen nicht".

Benedikt XVI. sagte, er komme aus einem Land, in dem Frieden und Brüderlichkeit den Menschen wichtig seien, besonders denen, die wie er Krieg und Spaltung der Nation auf Grund von zerstörerischen und unmenschlichen Ideologien erlebt hätten. Deshalb sei ihm der Dialog als Mittel der Überwindung jedes Konfliktes und jeder Spannung wichtig. Weiter sei es ihm ein Anliegen, dass aus jeder Nation ein Haus des Friedens und der Brüderlichkeit werde.

Um 12.30 Uhr landete der Papst an Bord einer "Alitalia"-Maschine auf dem Flughafen der Hauptstadt Luanda, wo er von Präsident Jose Eduardo dos Santos und den Bischöfen des Landes begrüßt wurde.

Am Sonntag feiert Benedikt XVI. in Luanda eine Messe aus Anlass der 500-Jahr-Feiern der Evangelisierung in Angola. (Forts.mögl.) K200902823
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