Psychologenverband fordert Ausweitung der Opferbetreuung

Wien (OTS) - Mehr und kostenlose psychologische Betreuung von Kriminalitätsopfern fordert der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen anlässlich des "Tages der Kriminalitätsopfer" am kommenden Sonntag, dem 22. März 2009. Rechtzeitig behandelte Gewalterfahrung kann Folgeschäden verhindern und hilft mit Kosten zu sparen.

Das derzeitige Verbrechensopfergesetz finanziert psychologische und psychotherapeutische Hilfe nur unter bestimmten Voraussetzungen. So muss z.B. die Handlung mit einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten bedroht sein oder als Folge der Tat eine Körperverletzung oder Gesundheitsschädigung vorliegen. Das trifft auf manche Gewaltdelikte nicht zu oder ist schwer nachzuweisen. Die Betroffenen sind als Folge der Gewalt trotzdem schwer traumatisiert und müssen sich die psychologische Betreuung selbst finanzieren; für viele Leidtragende oft nicht möglich.

Mag. Hedwig Wölfl vom Berufsverband Österreichischer PsychologInnen und Expertin im Bereich der psychologischen Behandlung von Gewaltopfern weiter: "Wenn Gewalterfahrungen nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden, kann dies zu weiterer Gewalt führen. Mit rechtzeitiger und für Betroffene kostenloser Behandlung sowohl von Opfern als auch von Tätern kann die Gewaltspirale unterbrochen werden", so die Expertin.

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Geschäftsführerin
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