FFG: 2008 war das bisher erfolgreichste Jahr der FFG - Gute Voraussetzungen für herausfordernde Zeiten

Wien (OTS) -

  • FFG wirkt! Mehr Projekte, mehr Förderungen, mehr Effekt 2008
  • FFG begegnet der Wirtschaftskrise aktiv
  • aber mit einem geringerem Budget für 2009

Erfolg auf allen Ebenen

Es ist die Qualität des Förderportfolios der FFG, vor allem aber ist es die Innovationsbereitschaft der österreichischen Unternehmen, die das vergangene Geschäftsjahr zum erfolgreichsten Jahr der FFG seit ihrer Gründung haben werden lassen. Als zentrale Anlaufstelle des Bundes für Forschung und Entwicklung in Österreich konnte die FFG die Anzahl der Projekte im Vergleich zu 2007 um rund 41 % auf 2.545 Projekte steigern. Dabei stellten 46 % der Antragsteller erstmals einen Projektantrag bei der FFG. Insgesamt wurden 548 Mio. Euro an Förderungen zugesagt und 366 Mio. Euro in Form von Zuschüssen und Darlehen auch tatsächlich ausbezahlt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von rund 35 % bei den Zusagen und knapp 20 % bei den Auszahlungen. Mit der Mittelbindung definiert die FFG jene Summe, mit der sie beauftragt wird, konkrete Ausschreibungen in Programmen durchzuführen. In der Mittelbindung erreichte die FFG mit 652 Mio. Euro eine Steigerung von 11 % im Vergleich zum Vorjahr.

Entscheidender COMET-Effekt

Mitverantwortlich für die gestiegene Mittelbindung und die Zunahme der Zusagen war der so genannte COMET-Effekt. 2008 gelangten alle Verträge der ersten Ausschreibungsrunde des COMET-Kompetenzzentren-Programms zur Unterzeichnung. Darüber hinaus wurden bereits die nächsten COMET-Ausschreibungen mit einem Volumen von 130 Mio. Euro in allen drei Programmlinien gestartet. 2008 konnten auch die Verträge zum Programm "Energie der Zukunft" abgeschlossen werden, die mit rund 30 Mio. Euro im Rahmen der Zusagen zu Buche schlugen. Weitere Schwerpunkte - neben dem Bereich Basisprogramme, der das größte finanzielle Volumen umfasste - waren das Programm FIT-IT (Informationstechnologien) mit einem Fördervolumen von über 21 Mio. Euro und das Programm IV2Splus (Verkehrssysteme) mit einem Fördervolumen von über 16 Mio. Euro. Den Kontrapunkt zur Exzellenz-Förderung im Kompetenzzentren-Programm COMET bilden die zahlreichen niederschwelligen Angebote. Diese kleinteiligeren Programme wie der Innovationsscheck für Klein- und Mittelbetriebe, die Feasibility Studien oder auch Angebote wie die "generation innovation Praktika" aus der Gruppe Humanpotenzial sind es, die auch kleinere Unternehmen und Institute zu Forschung und Entwicklung führen und damit die Innovationsbasis in Österreich vergrößern. Die Strategie, neue Kunden zur FFG zu bringen und damit insbesondere in kleineren Unternehmen Forschungskooperationen zu initiieren, ist im vergangenen Geschäftsjahr deutlich spürbar geworden und damit aufgegangen.

Forschung als Wirtschaftsmotor und Impulsgeber

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH, FFG, kann also auf das mit Abstand erfolgreichste Jahr zurück blicken. 2008 wurden mehr Projekte denn je mit mehr finanziellen Mitteln denn je gefördert. Besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise kommt der Agentur FFG eine noch größere Bedeutung im gesamtwirtschaftlichen Kontext zu, als sie ohnehin innehat. "Forschung und Entwicklung im Allgemeinen und die FFG mit ihren Programmen im Besonderen sind in der Lage, kurz- und mittelfristig Impulse in Richtung Wirtschaftswachstum und Beschäftigung zu setzen", zeigten sich beide Geschäftsführer der FFG, Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, am Freitag überzeugt. In Zeiten einer konjunkturellen Krise sei es notwendig, dass Fördergelder fließen, so die Geschäftsführung, da Unternehmen qualifizierte Mitarbeiter halten und kurzfristig auch zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Schnell und effektiv

Wie schnell und effizient ein in die Forschung investierter Euro wirkt, stellen die aktuellen Zahlen eindrucksvoll unter Beweis: Die Anfang 2009 veröffentlichte Studie der KMU Forschung Austria über Projekte, die durch den Bereich Basisprogramme gefördert wurden, belegt, dass mit 14.200,- Euro ein zusätzlicher Arbeitsplatz initiiert und gesichert wird. Ein in die Forschung investierter Fördereuro bewirkt langfristig insgesamt 26,1 zusätzliche Umsatz-Euro. Durch ein neues Forschungsprojekt in einer wirtschaftlichen Talsohle kann sich ein Unternehmen fit für die Zeit danach machen und die Zukunft selbst in die Hand nehmen - ein weiterer Zusatzimpuls für die Wirtschaft.

Risiko mindern

Unbestritten ist, dass es seit der Einführung von Basel II für Unternehmen schwieriger geworden ist, Kredite zu erhalten. Letztlich ist Forschung Risiko, vor allem eben auch ein finanzielles. Die FFG hilft, diese Risken zu mindern, sie versucht sie abzufedern, auch indem sie mit ihren Fördergeldern Darlehen gibt und es damit den Unternehmen erleichtert, zu Fremdkapital zu kommen. Ziel der heimischen Förderpolitik ist es, "die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen zu stärken und ihnen unter die Arme zu greifen, wenn es um die Entwicklung neuer, innovativer Produkte und Dienstleistungen geht", so Henrietta Egerth und Klaus Pseiner. Denn, Innovation sei das Um und Auf in einem hochentwickelten modernen Staat wie Österreich. Gefördert wird wirtschaftsorientierte Forschung und Innovation - hier ist die FFG auch Schnittstelle zwischen reiner Grundlagenforschung und angewandter Forschung - aber nicht nur mit monetären Mitteln sondern auch mit umfangreichen Dienstleistungen.

Zielgruppenspezifisches Portfolio

"Zahlen und Quantitäten alleine sind meist nicht sehr aussagekräftig", weiß Michael Binder, Leiter der Stabstelle Strategie der FFG, "zusätzlich entscheidend ist die Qualität, sprich das Portfolio der FFG". Um eben dieses Portfolio noch zielgruppenspezifischer zu machen und damit die maximale Hebelwirkung zu erzielen, hat die FFG 2008 in Zusammenarbeit mit den Ressorts bestehende Programme ausgebaut und die Initiativen und Angebote weiterentwickelt. Darunter finden sich Angebote für kleine Unternehmen, die noch nie im Bereich F&E tätig waren, für KMU aber auch für Start Up´s, Großunternehmen und die Wissenschaft wie der Innovations-Scheck und Einzelprojektförderungen für KMU, die Start Up-Linie im Bereich Basisprogramme oder Spitzenforschungsprogramme wie COMET und Neue Energien 2020. Ein wesentliches Standbein der FFG wurde auch 2008 stark forciert, die europäische und internationale Vernetzung. Der Schwerpunkt lag und liegt hier stark auf der EU, aber nicht ausschließlich. Wichtig ist auch die Vernetzung mit den Schwesterorganisationen in Europa. Der gegenseitige Meinungsaustausch führt zu einem breiteren Know-how und zu sinnvollen Synergieeffekten.

Europa und die Welt

In der Forschung und Technologieentwicklung ist die globalisierte Welt bereits Realität und hat die weltweite Arbeitsteilung neu definiert. Österreichs Unternehmen agieren auf globalen Märkten und können dabei von der Unterstützung der FFG profitieren. Forschungspolitik und Forschungsförderung müssen daher über nationale Konzepte hinaus Strategien entwerfen. Und es ist notwendig, Forschung europäisch und global zu denken, aber lokal zu handeln. Österreich konnte sich in den letzten Jahren gut im europäischen Forschungsraum positionieren: Sowohl die Teilnahme am 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (7. RP) als auch die Aktivitäten innerhalb der Europäischen Weltraumagentur ESA belegen das ausgezeichnete Niveau der heimischen Forschung. Auch wenn bereits in der Vergangenheit auf europäischer Ebene gemeinsame Aktionen eingeleitet wurden, ist es jetzt an der Zeit, durch eine zukunftsgerichtete Forschungs- und Innovationspolitik den Europäischen Forschungsraum zu verwirklichen.

Ein Ausblick

Die FFG wird 2009 den Weg mit ihren Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik weitergehen und - trotz eines vermutlich leicht reduzierten Budgets - vor allem aktiv und konsequent der Wirtschaft- und Finanzkrise begegnen. Unter der Annahme, dass die Dotierungen des Bundes mehr oder weniger konstant bleiben, und die FFG-Budgetierung aus der Nationalstiftung und dem Klima- und Energiefonds reduziert erfolgen würde ergäbe sich eine Reduktion des FFG-Budgets für das Jahr 2009 gegenüber dem Jahr 2008 von circa 15 %. "Ziel der Forschungsförderung muss es sein - vor allem in Zeiten einer Wirtschaftskrise, den forschenden Unternehmen und Institutionen die Rahmenbedingungen anbieten zu können, die ein Bestehen im und eine erfolgreiche Beteiligung am Wettbewerb ermöglichen.", stellen sich die FFG-Geschäftsführer überzeugt den Herausforderungen.

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die Gesellschaft des Bundes zur Förderung von Forschung, Innovation und Technologie und steht im Eigentum der Republik Österreich. Träger der FFG sind das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ).

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Linde Tuscher
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