SPÖ-Gaßner: Ehrliche Produkte der österreichischen Bauern zu fairen Preisen

SPÖ-Zielsetzungen reduzieren finanzielle Belastungen und sichern Arbeitsplätze im ländlichen Raum

Wien (SK) - Vor dem Hintergrund der bevorstehenden
Agrarrechtsreform erinnerte SPÖ-Landwirtschaftssprecher Kurt Gaßner an den in der jüngsten Vergangenheit stattgefunden Kampf der Milchbauern um einen gerechten Produzentenpreis und eine gerechte Verteilung der Milchquoten. 2003 verteilte die Regierung Schüssel/Grasser die Milchquote lediglich an 12.000 österreichische Milchbetriebe, 38.000 gingen leer aus. Gegen diese Ungerechtigkeit reichten die SPÖ-Bauern damals Klage beim Verfassungsgerichtshof ein. "Die SPÖ war erfolgreich im Kampf gegen diese Ungerechtigkeit, seither müssen die Milchquoten auf alle Bauern aufgeteilt werden", so Gaßner am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Gaßner präsentierte in einem Schreiben an die Vertreter der IG-Milch Vorstellungen der SPÖ-Bauern, die nach Angaben von Experten eine Reduktion der Milchproduktion erwirken und so zum einen die finanziellen Belastungen der Bauern, Molkereien und Konsumenten reduzieren und zum anderen heimische Arbeitsplätze im ländlichen Raum sichern. Die SPÖ-Zielsetzungen bestehen aus zwei wesentlichen Maßnahmen, erstens die Änderung der Saldierung für Unter- und Überlieferung und zweitens die Speicherung der von der EU neu zugewiesenen Milchkontingente in der nationalen Reserve, bis sich die Überschusssituation ändert. Damit will die SPÖ einer Mehrproduktion von Milch entgegenwirken. Es sollen auch die eingehobenen Abzüge bei einer Überlieferung des Kontingents für wichtige Projekte in Österreich verwendet werden. Als Beispiele dafür nannte Gaßner Projekte zur Verzichtsprämie oder Konsumenteninformation.

Gaßner verwies auf den Verfall der Erzeugermilchpreise, der mittlerweile dramatische Ausmaße angenommen hat und vielen heimischen Milchbetrieben enorme Sorgen und Zukunftsängste bereite. Im Vergleich zum Vorjahr erlösen die Milchbauern bis zu 15 Cent (bis zu 40 Prozent) weniger pro Kilo Milch, was einen enormen Einkommensverlust bedeute. "Ziel unserer Forderungen sind die Sicherung bäuerlicher Einkommen und heimische Arbeitsplätze, sowie faire Preise für die Konsumenten", so Gaßner abschließend. (Schluss) gd/mp

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