AK: Energieversorgung muss sicher und leistbar sein

Mehr Durchblick bei den Energiepreisen nötig - Das optimale Angebot berechnet für KonsumentInnen der Strom- und Gaspreisrechner im Internet

Wien (OTS) - Gerade einkommensschwache Menschen dürfen bei der Energieversorgung nicht draufzahlen, verlangt die AK. Eine soziale Grundversorgung mit Energie sieht aber das österreichische Elektrizitätsrecht derzeit nicht vor. "Der rauere Wind auf Grund des abgeschwächten Wirtschaftswachstums und der steigenden Arbeitslosigkeit verschärft die finanzielle Lage vieler Haushalte rapide", sagt Maria Kubitschek, Leiterin der AK Wirtschaft, heute, Freitag, bei einer AK Veranstaltung zur Elektrizitäts-Versorgungssicherheit. "Wer etwa Ratenzahlung bei Strom beantragt oder wem der Strom abgeschaltet wird, hat oft zusätzlich noch hohe Bearbeitungsgebühren zu zahlen." Die AK fordert Maßnahmen gegen "Energiearmut", etwa einen bundeseinheitlichen finanziellen Energiezuschuss. Außerdem braucht es gesetzliche Regeln, damit der Regulator die Energiepreise überprüfen kann - nur so wird das Rauf und Runter bei den Preisen nachvollziehbar und durchschaubarer.

Als Energiezuschuss kann sich die AK 300 Euro im Jahr für sozial Schwache vorstellen - also AlleinerzieherInnen, Arbeitslosengeld-oder Sozialhilfe-BezieherInnen. Mit dem Energiezuschuss sollte eine kostenlose, kompetente Vor-Ort-Energieberatung verpflichtend verbunden sein. Dabei soll über dauerhafte Energiespar-Maßnahmen informiert werden, zum Beispiel Türen und Fenster abdichten oder Heizung regelmäßig lüften und warten. Ein geringerer Energieverbrauch senkt auch die Energierechnung und bringt auch dem Klima etwas. Die Gesamtkosten für den Zuschuss würden sich auf rund 114 Millionen Euro belaufen. Die Finanzierung könnte über das Budget oder einen Fonds erfolgen. Der Fonds könnte über die Dividendeneinnahmen gespeist werden, die die öffentliche Hand durch ihre Beteiligungen an Energieversorgern lukrieren.

Derzeit gibt es keine wirksame Möglichkeit, die Energiepreise zu überprüfen. "Ohne Preiskontrollen kommt man im Energiebereich nicht aus. Denn der Wettbewerb funktioniert nicht, weder in Österreich noch in der EU", sagt Kubitschek. Daher fordert die AK stärkere Kontrollmöglichkeiten: In Anlehnung an das Telekommunikationsgesetz soll die Regulierungsbehörde bei übermäßigen Preissteigerungen die Erhöhungen kontrollieren und allenfalls Preisobergrenzen festsetzen können. "Die Transparenz muss für Regulator und Konsumenten gewährleistet sein", erklärt Kubitschek.

Tipp: Die AK bietet KonsumentInnen als Service auf ihrer Homepage einen Strom- und Gaspreisrechner an. KonsumentInnen erfahren, wer für sie der günstigste Energielieferant ist.

SERVICE: Den Tarifrechner finden Sie im Internet unter www.arbeiterkammer.at

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