Wehsely: Pflegegeld-Zuschlag wird rückwirkend ausbezahlt

Stadt Wien setzt auf Solidarität und "Aufeinander schauen"

Wien (OTS) - Im Rahmen des Wiener Sozialpakets, das als
Soforthilfe für die WienerInnen geschnürt wurde, wird in Wien seit 1. Jänner 2009 ein bis zu 6 Prozent erhöhtes Landespflegegeld ausbezahlt. Von der Erhöhung des Pflegegeldes profitieren 81.000 betreuungs- und pflegebedürftige Menschen in Wien. Ein zentraler Punkt des Pakets: Erstmals gibt es Zuschläge für an Demenz erkrankte WienerInnen und schwerst behinderte Kinder und Jugendliche. Der neue Erschwerniszuschlag sorgt für eine Abgeltung von die Pflege erschwerenden Faktoren, die bei dieser Gruppe von pflegebedürftigen Menschen typischerweise auftreten. "Die Stadt Wien setzt auf Solidarität und 'Aufeinander schauen'. Deshalb kann der Erschwerniszuschlag, der eine deutlich genauere Einstufung beim Pflegegeld ermöglicht, rückwirkend ausbezahlt werden", erklärt Sozialstadträtin Sonja Wehsely.*****

Um den Erschwerniszuschlag rückwirkend berücksichtigen zu können, ist für bestehende PflegegeldbezieherInnen ein Antrag auf Erhöhung des Pflegegeldes erforderlich. Wird der Antrag auf Erhöhung des Pflegegeldes bis zum 30.April 2009 bei der Magistratsabteilung 40 (Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht) am Thomas-Klestil-Platz 8, 1030 Wien, eingebracht, führt das bei Vorliegen der Voraussetzungen für das höhere Pflegegeld zu einer ab 1. Jänner 2009 rückwirkenden Auszahlung. Bei Neuanträgen und Nachuntersuchungen werden die Voraussetzungen für die Zuerkennung eines Erschwerniszuschlages automatisch überprüft.

Wer kann Landespflegegeld beziehen?

Landesflegegeld kann bezogen werden, wenn folgende Anspruchsvoraussetzungen gegeben sind:

o Ständiger Betreuungs- und Hilfsbedarf (Pflegebedarf) wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung bzw. einer Sinnesbehinderung, die voraussichtlich mindestens sechs Monate andauern wird o Ständiger Pflegebedarf von monatlich mehr als 50 Stunden o Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft bzw. einer EU- Staatsbürgerschaft o Hauptwohnsitz in Wien o Kein Anspruch auf Pflegegeld nach dem Bundespflegegeldgesetz (also keine Pension nach bundesgesetzlichen Vorschriften bzw. nach privatrechtlichen Vereinbarungen bzw. keine gleichartigen anderen Leistungen)

Höhe des Pflegegeldes

Je nach Pflegebedarf (Pflegeaufwand in Stunden) ist Pflegegeld in sieben Stufen vorgesehen. Über die Einstufung wird aufgrund eines ärztlichen Sachverständigengutachtens entschieden. Die Einstufung reicht gestaffelt von Stufe 1 im Ausmaß von 154,20 Euro bis zu Stufe 7 in Höhe von 1.655,80 Euro. (Schluss) sv/me

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Michael Eipeldauer
Mediensprecher StRin Mag.a Sonja Wehsely
Telefon: 01 4000-81231
Fax: 01 4000-99-81 231
Mobil: 0676 8118 69522
E-Mail: michael.eipeldauer@wien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Susanne Vesely
Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht (MA 40)
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 01 4000-40591
E-Mail: susanne.vesely@wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0011