Neubauer und Knoll: FSG-Arbeiterbetriebsräte der VOEST beharren trotz Krise auf künstlich geschaffenes Betriebsrats-Mandat!

Permanente Klagsdrohungen richten sich gegen freies Betriebsratsmandat!

Wien (OTS) - In der Betriebsratssitzung diesen Mittwoch stellte
der freiheitliche Arbeiterbetriebsrat in der VOEST-Alpine, Gerhard Knoll einen Antrag, wonach der Arbeiterbetriebsrat ab sofort auf ein eigenes EDV-Mandat verzichten soll. "In den jetzigen wirtschaftlich schwierigen Zeiten muss die Belegschaftsvertretung vorbildlich agieren. Somit ist es nicht zu vertreten, dass die Betriebsratskörperschaft größer wird, während überall anders eingespart werden muss", betonte Knoll, der in dieser Meinung einen großen Teil der Belegschaft hinter sich weiß.

Am 25. Juni 2008 wurde beschlossen, dass ein EDV- und Invalidenmandat gleich wie Betriebsratsmandate behandelt wird. "Die EDV-Betriebsratsarbeit ist als überschaubar einzustufen und wie bisher ohne eigenem EDV-Mandat machbar. Ich sehe diesen Antrag als Solidaritätserklärung. Dass die FSG-Betriebsratskollegen in Zeiten wie diesen auf ein künstlich geschaffenes Mandat beharren - für das es weder im Arbeitsverfassungsgesetz noch in der Betriebsrats-Wahlordnung eine Legitimation gibt - halte ich für moralisch bedenklich", so Knoll. Der Linzer FPÖ-Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer ergänzt: "Letzte Woche stimmte die SPÖ im Nationalrat gegen eine Lohnsteuerentlastung für Kurzarbeiter und nun beharren die Genossen in der VOEST trotz Wirtschaftskrise auf ein Phantasiemandat."

"Die Arbeit der freiheitlichen Betriebsräte ist hervorragend. Obwohl manche Vertreter permanent mit Klagsdrohungen ‚roter Funktionäre‘ überhäuft werden, weil diese offenbar zu viele Missstände bei Handlungen der FSG aufdecken, lassen sie sich nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen. Die freiheitlichen Arbeitnehmervertreter werden weiterhin die Belegschaft in allen Bereichen so gut wie nur möglich vertreten. Dafür gebührt ihnen Respekt", so Neubauer. Nach Ansicht des FPÖ-Nationalrates sollten "die Genossen lieber Postenschacher und Parteibuchwirtschaft abstellen statt mit teuren Dienstkarossen zu prassen und mit Leistungen und Aktionen prahlen, die in Wahrheit aus dem Betriebsratsfonds stammen. Denn ein Fonds, in den alle Mitarbeiter einzahlen, hat mit der FSG nichts gemein, weshalb es eine besondere Geschmacklosigkeit darstellt, wenn in Aussendungen diese Aktion mit einem FSG-Logo versehen wird. Das ist einfach schlechter Stil."

Abschließend forderte Neubauer "die FSG-Betriebsräte der VOEST auf, die permanenten Klagedrohungen gegenüber freiheitliche Betriebsräte endlich zu unterlassen, da dies eine Einschränkung der Betriebsratstätigkeit frei und demokratisch gewählter Betriebsräte bedeutet."

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