AGES zum Weltwassertag: Kein Leben ohne Wasser - Teil 2

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist in allen Lebenslagen notwendig

Wien (OTS) - Wasser ist überlebensnotwendig. Wasserverluste über Lunge, Haut, Kot und Urin führen bei eingeschränkter Wasseraufnahme innerhalb kurzer Zeit zur Dehydratation, einem Zustand verringerten Körperwassers: Bereits eine Abnahme der Gesamtkörperflüssigkeit um ca. drei Prozent führt zu einem Rückgang von Speichelsekretion und Harnproduktion; bei fünf Prozent kommt es zu Tachykardien (beschleunigter Puls) und Temperaturanstiegen; bei ca. 10 Prozent zu Verwirrungszuständen. Eine Abnahme um über 20 Prozent führt zum Tod. Unter günstigen Bedingungen kann ein Mensch allenfalls bis zu 20 Tage ohne Wasseraufnahme überleben.

Die optimale Flüssigkeitszufuhr eines Erwachsenen liegt bei zwei bis drei Litern täglich, wobei 1,2 bis 1,5 Liter über Getränke aufgenommen werden sollten. Der Flüssigkeitsbedarf erhöht sich jedoch bei entsprechender körperlicher Anstrengung oder hohen Außentemperaturen. Steht Leitungswasser nicht in der erforderlichen Qualität zur Verfügung, z. B. in Gegenden mit nicht optimaler Trinkwasserqualität, stellt Mineralwasser eine gute Alternative dar. Mineralwasser hat eine beständige Qualität, da die Abfüllung unter strengen hygienischen Bedingungen erfolgt.

Der Konsum von (hoch mineralisiertem) Mineralwasser gegenüber Leitungswasser hat den Vorteil, dem Körper nicht nur Flüssigkeit zuzuführen, sondern auch mehr Mineralstoffe und Spurenelemente, die bei der Abgabe von Flüssigkeit, besonders aber bei starker Anstrengung (Sport, Fieber, Durchfallerkrankungen) dem Körper ständig verloren gehen. Der gleichzeitige Ersatz von Wasser und Salzen ist daher wichtig. Da nach den EU-konformen Richtlinien des Lebensmittelkodex für die Anerkennung eines Wassers als natürliches Mineralwasser unter anderem das Vorhandensein bestimmter ernährungsphysiologischer Wirkungen gefordert ist, ist ein bestimmter Gehalt oder eine bestimmte Zusammensetzung von Mineralstoffen und Spurenelementen im Wasser notwendig. Mineralwässer unterscheiden sich stark in ihren Mineralstoffgehalten. Sorten mit einem hohen Gehalt an Calcium und Magnesium sind zu bevorzugen, der Natriumgehalt sollte dabei nicht zu hoch sein.

Von Wasser und Wasser

Das Österreichische Lebensmittelbuch unterscheidet zwischen folgenden Wässern:

- Trinkwasser

Trinkwasser ist Wasser, das in nativem Zustand oder nach Aufbereitung geeignet ist, vom Menschen ohne Gefährdung seiner Gesundheit verzehrt zu werden, und das geruchlich, geschmacklich und dem Aussehen nach einwandfrei ist.

- Natürliches Mineralwasser

Wasser, welches seinen Ursprung in einem unterirdischen, vor jeder Verunreinigung geschützten Wasservorkommen hat und aus einer oder mehreren natürlich oder künstlich erschlossenen Quellen mit annähernd gleicher Charakteristik gewonnen wird. Es ist von ursprünglicher Reinheit. Natürliche Mineralwässer müssen amtlich anerkannt sein.

- Quellwasser

Wasser, welches seinen Ursprung in einem unterirdischen Wasservorkommen hat und aus einer oder mehreren natürlich oder künstlich erschlossenen Quellen gewonnen wird. Es ist von ursprünglicher Reinheit.

- Tafelwasser

Wasser, welches aus Trinkwasser, natürlichem Mineralwasser oder Quellwasser unter Verwendung einer oder mehrerer Zutaten hergestellt wird. Erlaubte Zutaten sind Sole oder durch Wasserentzug im Gehalt an Salzen angereichertes natürliches Mineralwasser; Salze bzw. Salzlösungen (taxativ angeführt); Kohlensäure (Kohlendioxid).

- Abgefülltes Trinkwasser

Wasser, das der Trinkwasserverordnung und dem Österreichischem Lebensmittelbuch entspricht.

- Wasser zur Abgabe aus Wasserspendern (Watercooler)

Für freistehende Wasserspender werden Quellwasser, Tafelwasser oder Trinkwasser zur Abfüllung verwendet; leitungsgebundene Wasserspender werden mit Trinkwasser betrieben.

AGES: Schutz für Mensch, Tier und Pflanze

Die AGES nimmt im Auftrag der Republik Österreich vielfältige Aufgaben auf dem Gebiet der Gesundheit und Ernährungssicherheit wahr. Ihr Ziel: weniger Menschen, Tiere und Pflanzen werden krank. Dazu arbeiten sieben strategische Bereiche - Landwirtschaft, Lebensmitteluntersuchung, Veterinärmedizin, Humanmedizin, PharmMed, Kompetenzzentren und Risikobewertung - interdisziplinär zusammen. In 42 Instituten und Kompetenzzentren untersuchen, begutachten und kontrollieren 1400 ExpertInnen u. a. Saatgut, Lebensmittel, Arzneimittel, Tierseuchen und Infektionskrankheiten.
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