ÖH: Europaweite Befragung von Doktorandinnen und Doktoranden gestartet

Ergebnisse sollen Probleme und Bedürfnisse von Jungforscherinnen und Jungforschern aufzeigen

Wien (OTS) - Die erste europaweite Befragung von Doktorandinnen
und Doktoranden wurde kürzlich auch in Österreich gestartet. Initiiert und durchgeführt von EURODOC, dem europäischen Dachverband der Nachwuchswissenschafterinnen und Nachwuchswissenschafter, in Österreich vertreten durch die ÖH und doktorat.at, wird die Befragung bis 30. April online sein. Die Studie wird in Kooperation mit dem Internationalen Zentrum für Hochschulforschung (INCHER) der Universität Kassel realisiert. Etwa 100.000 Doktorandinnen und Doktoranden in Europa sind aufgefordert, an der Studie teilzunehmen.

Die Befragung wird in mehreren europäischen Ländern, darunter auch Belgien, Deutschland, Dänemark, Norwegen, Österreich, Polen und die Türkei durchgeführt. Weitere europäische Länder sind ebenso willkommen, an der Befragung teilzunehmen.

Eine vergleichbare länderübergreifende Untersuchung über die Situation der Doktorandinnen und Doktoranden ist bislang in dieser Art nicht durchgeführt worden. "Das derzeitige Wissen über die Situation von Doktorandinnen und Doktoranden in Europa ist unbefriedigend und unzureichend", beschreibt Harald Schomburg, Senior Researcher am INCHER, das Hauptmotiv für das Forschungsprojekt. Schlüsselfragen, die u. a. durch die Europäische Charta für Forscherinnen und Forscher aufgeworfen werden, sind bisher unbeantwortet geblieben:

  • Wie ist die tatsächliche Situation von Doktorandinnen und Doktoranden hinsichtlich vertrags-, arbeits- und sozialrechtlicher Bedingungen?
  • Welches sind die vorherrschenden Unterschiede zwischen den Promotionsmodellen der europäischen Länder und Kulturen, und was können wir voneinander lernen?

EURODOC hat die Notwendigkeit einer vergleichenden Forschung über die Situation der DoktorandInnen erkannt. "Die Befragung soll schon lange benötigte fundierte Informationen liefern und somit die Chance eröffnen, auf dieser Basis unser Hauptziel zu erfüllen: Die Situation von Doktorandinnen und Doktoranden in Europa nachhaltig zu verbessern", erklärt Karoline Holländer, Präsidentin von EURODOC. "Wir laden alle Doktorandinnen und Doktoranden ein, an der Befragung teilzunehmen."

Max Reinhardt, Koordinator der Befragung, fügt hinzu: "Die Befragung deckt ein breites Spektrum an Fragen zu den aktuellen Bedingungen junger Forscherinnen und Forscher ab." Die Themen reichen dabei von Qualifikationsanforderungen, Karriere- und Finanzierungswegen, Weiterbildungs- und Betreuungsmodellen, Arbeitsbedingungen über zu erwartende und erreichte Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit und Mobilität.

In Österreich wird die Studie von der ÖH und doktorat.at betreut. Da die Ergebnisse auch jeweils national ausgewertet werden, erhoffen sich die Studierendenvertreterinnen und Studierendenvertreter auch Anstöße für die Verbesserung der Situation in Österreich:
"Hierzulande haben wir bisher fast keine Informationen über Doktorandinnen und Doktoranden. Die Ergebnisse der Studie können aufzeigen, in welchen Bereichen Bedarf zu Engagement und Änderung besteht", erklärt Samir Al-Mobayyed, Vorsitzender der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft.

Die Befragung ist unter www.eurodoc.net/survey/ abrufbar.

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Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH)
Julia Forstner, Pressesprecherin
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julia.forstner@oeh.ac.at http://www.oeh.ac.at

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