Wertvolle Ressource Wasser bewusst nutzen

VEÖ: Umweltschutz und Wasserkraft sind keine Widersprüche

Wien (OTS) - Österreich sollte in den kommenden Jahren bewusst die wertvolle Ressource Wasser ausbauen und nutzen, um den größtmöglichen Vorteil für die Menschen und die Umwelt zu erzielen, erklärte die Generalsekretärin des Verbandes der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ), Barbara Schmidt anlässlich des Weltwassertags am 22. März. "Umweltschutz und Wasserkraft sind miteinander vereinbar, das hat die E-Wirtschaft mit einer Reihe von Wasserkraftprojekten in den vergangenen Jahren deutlich unter Beweis gestellt", so Schmidt.

Das Klima in Österreich und die Geografie erlauben eine verantwortungsvolle und umfassende Nutzung der Wasserressourcen. Der Jahresniederschlag beträgt im langjährigen Mittel 1170 mm, das sind bezogen auf das gesamte Bundesgebiet von 83.871 km2 rund 98 Mrd. m3 Wasser pro Jahr. Daher können 99 Prozent der Bevölkerung mit Quell-und Grundwasser versorgt werden und der Wasserverbrauch beträgt lediglich drei Prozent der zur Verfügung stehenden Menge. Schmidt:
"Der Wasserreichtum Österreichs ist gleichzeitig unser größter Schatz für die nachhaltige Energiegewinnung. Der Anteil der Wasserkraft an der Stromerzeugung in Österreich im Jahr 2007 beträgt derzeit knapp 60 Prozent und kann ausgebaut werden."

Wasserkraft schützt das Klima und erhöht die Versorgungssicherheit

Wasserkraft ist schon heute Österreichs wichtigste umweltschonende und CO2-freie Energiequelle. Der Ausbau der Wasserkraft ist daher für den Klimaschutz und zur Erreichung der EU-Ziele für Österreich unbedingt notwendig. Das EU Klima- und Energiepaket sieht den Ausbau erneuerbarer Energiequellen auf einen Anteil von 20 Prozent am europäischen Endenergieverbrauch im Jahr 2020 vor, und Österreich muss den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 auf 34 Prozent steigern. Schmidt: "Um dieses äußerst ambitionierte Ziel erreichen zu können, müssen wir sämtliche Chancen nützen, die uns im Bereich der erneuerbaren Energiequellen zur Verfügung stehen." Das gelte für alle Sektoren des Energieverbrauch - Strom, Wärme/Kälte und Transport. Zusätzlich werde es verstärkter Anstrengungen im Bereich Energieeffizienz bedürfen, "sonst werden wir die Ziele nicht schaffen", so Schmidt. Wasserkraft kann bis 2020 sieben Milliarden Kilowattstunden jährlich beitragen. Hierzu müssen aber rasch die erforderlichen Rahmenbedingungen hergestellt werden.

Wasserkraftland Österreich

Österreich hat beim Ausbau der erneuerbaren Energien -insbesondere im Bereich der Stromerzeugung - bereits große Vorleistungen erbracht und dadurch den höchsten Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoinlandsstromverbrauch in der gesamten Europäischen Union erreicht. (56,6 Prozent am Bruttoinlandsstromverbrauch im Jahr 2006). Schmidt: "Der österreichische Anteil der erneuerbaren Energien ist damit fast viermal höher als der EU-Durchschnitt von 14,6 Prozent im Jahr 2006. Dieser hohe Anteil an der Nutzung heimischer Ressourcen hat einerseits zur Stärkung der Versorgungssicherheit und andererseits zum Klima- und Umweltschutz erheblich beigetragen." Wasserkraftwerke haben zudem einen Mehrfachnutzen: Durch Wasserkraftwerke kann verbesserter Hochwasserschutz ermöglicht werden, und verantwortungsvolle Bauweise trägt entscheidend zur Erhaltung natürlicher Lebensräume bei. Zugleich werden damit Naherholungsräume für die Bevölkerung geschaffen.

Rückfragen & Kontakt:

Pressesprecher des Verbands der Elektrizitätsunternehmen
Österreichs (VEÖ)
Ernst Brandstetter
Tel.: +43 (1) 50198 260
Mobil: +43 (0) 676 845 019260
E-Mail: presse@veoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVE0001