Karlsböck: Jung-Ärzte gehören ins Spital und nicht ins Taxi

Österreich steuert auf Ärztemangel zu - Konjunkturpaket Gesundheit gefordert

Wien (OTS) - "Während - wie die Kronen Zeitung gestern berichtet -immer mehr fertige österreichische Jungärzte nach Deutschland abwandern, da sie hier keine geeignete Turnusplätze erhalten, steigt gleichzeitig der Bedarf an Ärzten und pflegendem Personal drastisch an", kritisierte der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck.

"Jungärzte gehören ins Spital und nicht ins Taxi", sagte Karlsböck. Während in den Spitälern Ärzte und Pflegepersonal überlastet seien, müssten Jungärzte artfremde Tätigkeiten verrichten, nachdem sie eine teure Ausbildung auf Staatskosten absolviert hätten. "Das ist eine skandalöse Verschwendung von Humankapital", so Karlsböck, der dringend ein "Konjunkturpaket Gesundheit" forderte.

"Der Gesundheitsbereich ist ein Wachstumsmarkt, der nicht nur tausende Arbeitsplätze schafft, sondern auch krisensicher ist", so Karlsböck. Hier das Angebot künstlich zu beschränken sei unverantwortlich, ja sogar fahrlässig, so der freiheitliche Ärztesprecher. Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung - immer mehr Menschen werden immer älter - steuere Österreich auf einen dramatischen Ärztemangel zu, so Karlsböck. Mit einem "Konjunkturpaket Gesundheit", könnten die Ausbildungsplätze für österreichische Medizinstudenten leicht erhöht werden. Dies wäre eine absolut sinnvolle Investition in die Zukunft. "Sparen ist hier der falscheste Weg", so Karlsböck.

Mit diesem "Konjunkturpaket Gesundheit" könne auch die medizinische Versorgung am Krankenbett verbessert werden, da mehr Personal zur Verfügung stünde, so Karlsböck. Bücher, wie der Langbein-Schocker "Verschlusssache Medizin", müssten dann nicht mehr geschrieben werden, so Karlsböck.

Es dürfe nicht sein, dass mit österreichischem Steuergeld Ärzte für Deutschland ausgebildet würden, während bei uns ein Ärztemangel herrsche, so Karlsböck, der die zuständigen Politiker aufforderte die diesbezüglichen freiheitlichen Lösungsansätze zu übernehmen.

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