Brunner zu Glühbirnenverbot: Wichtiger Schritt für den Klimaschutz

Scharfe Kritik an kurzsichtigem Anti-EU-Populismus von SPÖ und ÖVP

Wien (OTS) - "Der heutige Beschluss der EU-Kommission für ein Glühbirnenverbot ist ein wichtiger Schritt für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Energieeffizienz. Durch die schrittweise Umstellung auf Energiesparlampen, Halogenlampen oder Leuchtdioden bis 2012 können EU-weit bis zu 15 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden. Die längere Lebensdauer und der geringere Energieverbrauch von Energiesparlampen senkt die Stromkosten für die Haushalte in der EU im Ausmaß von fünf bis zehn Mrd. Euro oder bis zu 50 Euro pro Haushalt und Jahr", erklärt Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen.

Massive Kritik üben die Grünen an all jenen, die jetzt mit populistischen und sachlich nicht haltbaren Argumente diese Maßnahme schlecht reden. Insbesondere die Aussagen der österreichischen EU-PolitikerInnen Seeber (ÖVP) und Berger (SPÖ) seien kurzsichtig und euroapolitisch verantwortungslos. "Offenbar vernebelt der bevorstehende EU-Wahlkampf die europapolitische Verantwortung der Regierungsparteien. SPÖ und ÖVP haben offenbar vergessen, dass sie diese Maßnahmen stets befürwortet haben", kritisiert Brunner.

"Das Aus für die herkömmliche Glühbirne wird einen Innovationsschub auslösen und bewirken, dass die Energiesparlampe weiterentwickelt und verbessert wird. Die Energiesparlampe ist ein sinnvolle Übergangslösung. Die Einrichtung eines verbraucherfreundlichen Rücknahmesystems für Energiesparlampen und eine weitere Senkung des Quecksilbergehalts seien weitere notwendige Schritte. "Mittelfristig wird sich die nächste, noch effizientere Generation von Lampen (Leuchtdiode - LED) durchsetzen", ist Brunner überzeugt.

Der jetzt beschlossenen EU-Verordnung vorausgegangen war 2005 die sogenannte Ökodesign-Richtlinie, die zum Ziel hat, in verschiedenen Produktgruppen Energie einzusparen und damit die Umwelt zu schonen. Die EU-Kommission hat in Folge auf Aufforderung der EnergieministerInnen (für Österreich BM Bartenstein) die Verordnung für das stufenweise Auslaufen der traditionellen Glühbirne bis 2012 ausgearbeitet. Australien, Neuseeland, Kanada und Kalifornien haben ein Glühbirnenverbot schon beschlossen.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0002