Berlakovich: Japan schätzt Qualität und Sicherheit österreichischer Lebensmittel

Japan gilt als einer der lukrativsten Lebensmittelmärkte der Welt - Marktchancen für österreichische Unternehmen im Agrar- und Lebensmittelbereich

Japan (OTS) - Die Exportinitiative macht im "Österreich-Jahr 2009 in Japan" vom 15. - 18. März 2009 in Tokio Station. Anlass dafür ist das 140. Jahresjubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Österreich und Japan. Der hohe technische Standard, die Qualität und Sicherheit österreichischer Agrarwaren, Lebensmittel und Getränke sowie die intakte Natur Österreichs mit einer ausgezeichneten Rohstoffqualität sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg österreichischer Exporteure auf Drittlandsmärkten und speziell auf dem japanischen Markt. "Die hohe Qualität und Sicherheit österreichischer Lebensmittel sind bereits vielen Händlern in Japan ein Begriff und werden von den KundInnen geschätzt und nachgefragt. In den Exportmärkten liegt daher ein großes Potential für uns.", erklärte Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich anlässlich der Eröffnung der "Österreichischen Lebensmittelwoche" in Tokio.

Das Lebensministerium führt diese Verkaufs- und Marketingoffensive für österreichische Lebensmittel, Getränke und Konsumgüter im März 2009 in Tokio gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich (AWO) und der Agrarmarkt Austria (AMA) durch. Österreichische Lebensmittelhersteller und Weinproduzenten stellen dabei im Isetan-Mitsukoshi in Shinjuku (Tokio), einer Filiale der größten Lebensmittelkette Japans, ihre Produkte vor. Japan ist nach den Stationen China, den Vereinigten Arabischen Emiraten und New York eine weitere Station auf einem "Fernen Markt".

Japanische Konsumenten gelten als besonders anspruchsvoll und kritisch. Ihre Erwartungen an die Qualität der Produkte sowie an die Verpackung sind außergewöhnlich hoch. Österreichische Spezialitäten mit hoher Qualität und gutem Produktimage werden diesen Wünschen der japanischen Konsumenten gerecht und haben daher beste Chancen auf dem japanischen Markt.

Die hohe Kaufkraft der japanischen Konsumenten und der aufgewertete Yen sowie die niedrige Selbstversorgungsrate bei wichtigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen eröffnen viele Chancen für ausländische Anbieter. Japan gilt als weltweit größter Nettoimporteur von Agrarwaren, Lebensmitteln und Getränken, denn nur bei Reis ist die Selbstversorgung zu 100 Prozent gewährleistet. Die geringe landwirtschaftlich genutzte Fläche, die Änderungen der Lebensgewohnheiten (stetig steigender Fleischkonsum) sowie die zunehmende Popularität von westlichen Produkten sind die Hauptfaktoren dieser Entwicklung.

Japan ist für Österreich nach China der zweitwichtigste Wirtschaftspartner in Asien. Seit dem Jahr 2000 konnten die Agrarexporte Österreichs nach Japan um über 70 Prozent zulegen. Das österreichisches Exportvolumen wird 2008 erstmals über 70 Millionen Euro liegen: aus Österreich werden insbesondere Schweinefleisch, Süßigkeiten, Marmelade, Mehlspeisen, alkoholfreie Getränke und Wein nach Japan exportiert. Im Jahr 2007 erreichte Schweinefleisch ein Exportvolumen von 27,3 Millionen Euro, Apfelsaft 12,6 Millionen Euro, Schokoladenwaren 6,4 Millionen Euro und alkoholfreie Erfrischungsgetränke 3,2 Millionen Euro.

Das Konsumverhalten der japanischen Haushalte ist grundsätzlich mit dem der österreichischen bzw. europäischen vergleichbar: Die Zahl der Singlehaushalte und die Nachfrage nach einfach und schnell zu konsumierenden "Convenience"-Produkten sowie das Gesundheitsbewusstsein steigen, außerdem nimmt auch der Anteil der älteren Generation, die als sehr kaufkräftig gilt, stetig zu.

Neben den europäischen Ländern gewinnen gerade die Überseemärkte für die österreichischen Exporteure von Agrarwaren, Lebensmitteln und Getränken immer mehr an Bedeutung. Im allgemeinen Länderranking liegt Japan bereits an 18. Stelle mit weiterhin steigender Tendenz. Trotz zahlreicher Auflagen beim Lebensmittelrecht und anderen für den europäischen Exporteur ungewohnten Besonderheiten bildet Japan mit 127,5 Millionen überwiegend kaufkräftigen Konsumentinnen und Konsumenten einen wichtigen Zukunftsmarkt. Deshalb gilt es, den japanischen Markt auch seitens der österreichischen Exportwirtschaft erfolgreich zu bearbeiten.

Die Bearbeitung des japanischen Marktes ist für europäische Exporteure jedoch auch mit hohen Risiken und zusätzlichen Auflagen verbunden. Die aktuelle Wirtschaftskrise erschwert die Bemühungen ausländischer Exporteure im Nahrungsmittelbereich dennoch nicht zusätzlich. Qualität und Genuss können auch in schwierigen Zeiten ein verlässliche Wegweiser zu den Auslandsmärkten wie dem kompetitiven japanischen Markt sein.

Dies teilt das Lebensministerium abschließend mit.

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