ÖAMTC begrüßt gute Nachricht für Kraftfahrer: EU wird endlich Spritmarkt durchleuchten

Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes greift Club-Forderung auf - Ziel ist mehr Marktransparenz und Schaffung klarer Spielregeln

Wien (OTS) - "Survey of the competitive aspects of oil and oil product markets" - so heißt die Studie, die Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes nun in Brüssel angekündigt hat. "Damit nimmt sie die Forderung des ÖAMTC auf, dass der Kraftstoffmarkt auf EU-Ebene durchleuchtet werden muss", freut sich der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, Mario Rohracher, dass die Arbeit des Clubs auf EU-Ebene wieder einmal Früchte trägt. Der ÖAMTC beobachtet seit Jahren den heimischen Spritmarkt. Die Hauptkritikpunkte:
Fehlende Transparenz, verspätete Preissenkungen und verfälschte EU-Preisvergleiche. Die Mineralölwirtschaft kontert gerne mit den Entwicklungen auf dem internationalen Kraftstoffmarkt. "Das ist eine willkommene Ausrede für eine undurchsichtige Preispolitik auf Kosten der Kraftfahrer", so Rohracher. "Diese Studie ist ein erster Schritt hin zu klaren Marktspielregeln." ÖAMTC-Präsident Werner Kraus hatte sich im Rahmen seiner FIA-Tätigkeit immer wieder für diese Marktbeobachtung stark gemacht.

Die Studie "Überblick über die Wettbewerbsaspekte des Erdöl- und Erdölproduktmarktes" wird sich laut ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau mit folgenden Fragen befassen: Neben den Spotmarktpreisen soll es eine breit angelegte Analyse der Wettbewerbssituation auf dem europäischen Erdölsektor geben. "So können Unterschiede zwischen den einzelnen EU-Ländern herausgearbeitet werden", erklärt Brandau. Ein weiteres Ergebnis dieser Studie könnte auch das Aufdecken von Marktstörungsmechanismen sein, die das Funktionieren eines offenen und wettbewerbsfähigen Erdölmarktes innerhalb der EU verhindern. Außerdem soll die Studie aufzeigen, welche Art von politischen Initiativen auf EU-Ebene zu ergreifen sind. "Dazu ist es nötig, das Thema sehr breit zu untersuchen und auch Raffineriewesen, Infrastruktur, Börsegeschäfte sowie Auswirkungen von Besteuerung und umweltpolitischer Gesetzgebung zu berücksichtigen", erklärt die ÖAMTC-Expertin. "Das Thema ist komplex, deshalb gibt es derzeit auch zu viele Ausreden auf Kosten der Autofahrer. Die Studie ist der erste Schritt, um etwas Licht ins Dunkel zu bringen."

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