Umweltpreis 2009: Die Gewinner stehen fest

Sima bei ÖkoBusinessPlan-Gala: Wirtschaft und Umwelt in Wien starke Partner

Wien (OTS) - Bereits zum fünften Mal prämierte die Stadt Wien Unternehmen aus Wien, die sich durch besonders innovative Umweltprojekte auszeichnen. Vier Unternehmen konnten sich durchsetzen und durften bei der gestrigen Gala am Dienstag im Wiener Rathaus die begehrte Auszeichnung der Stadt Wien im Rahmen des ÖkoBusinessPlan Wien entgegennehmen. Mit der Vergabe dieses Preises würdigt die Stadt Wien Projekte und Ideen, die Betriebe entwickelt und umgesetzt haben, um Energie, Abfall und Ressourcen einzusparen. Auch bewusstseinsbildende Maßnahmen oder soziale Aspekte einer nachhaltigen Betriebsführung wurden bei der Projektbewertung berücksichtigt. Dafür bewerben konnten sich ÖkoBusinessPlan-Betriebe ebenso wie alle anderen Wiener Betriebe, die bislang noch nicht am ÖkoBusinessPlan Wien teilgenommen haben.
Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden im Rahmen einer feierlichen Gala im Festsaal des Wiener Rathauses gewürdigt - unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters der Stadt Wien, Dr. Michael Häupl, und der Wiener Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima. "Ich gratuliere den Gewinnerinnen und Gewinnern sehr herzlich! Ihr Engagement in Sachen Umweltschutz ist wirklich bemerkenswert und hat eine starke Vorbildwirkung für alle Wiener Unternehmen. Besonders freue ich mich in diesem Jahr auch über die Bandbreite der Siegerprojekte - sie reicht vom energieeffizienten Hotelbetrieb über die Stromreduktion durch LED-Technologie, von der Visualisierung von Stromfressern bis hin zum ressourcenschonenden Rohkaffeezug", freut sich Wiens Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima bei der Verleihung der Umweltpreise.****

"Was vor mehr als zehn Jahren als Vision begann, ist heute ein Konzept mit Breitenwirkung, das im Hintergrund von Weltwirtschaftskrise und Klimawandel zusätzlich an Brisanz gewonnen hat", so Dr.in Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung. "680 Betriebe haben sich bereits von den ÖkoBusinessPlan-MitarbeiterInnen beraten lassen, um Energie, Abfall und Ressourcen einzusparen. Über 104 Millionen Euro an Betriebskosten haben Wiener Unternehmen durch umweltbewusstes Wirtschaften eingespart. Ich hoffe, dass in den kommenden Jahren auch weiterhin so viele Unternehmen erkennen, dass Umweltschutz, betrieblicher Erfolg und Lebensqualität längst keine Gegenspieler mehr sind, sondern sich zum Vorteil aller ergänzen."

Die Gewinnerprojekte zeichnen sich durch vielfältige Konzepte aus

Eine unabhängige Jury, bestehend aus den Beiratsmitgliedern des ÖkoBusinessPlan Wien, hat alle eingereichten Projekte geprüft und bewertet: Aus den acht überzeugendsten Projekten wurden schließlich die vier Gewinner gewählt. Dabei kam es vor allem auf Umweltrelevanz, Innovationsgrad und Zukunftsfähigkeit an. Darüber hinaus waren die soziale Kompetenz und die gesellschaftliche Verantwortung der KandidatInnen für die Entscheidung maßgeblich.
Den Gewinnern und Gewinnerinnen gratulierten Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima, DI Günter Liebel, Sektionschef für Allgemeine Umweltpolitik des Lebensministeriums, Mag. Herbert Tumpel, Präsident der Bundesarbeitskammer, und KR Friedrich Strobl, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien.

Und das sind die Gewinner des Umweltpreise 2009:

Das Boutiquehotel Stadthalle zielt auf eine Null-Energie-Bilanz.

Das Hotel verwendet dazu nachhaltige Energiequellen und setzt auf moderne Bautechnik. Der gesamte Energiebedarf des Hotels wird durch eine Wärmepumpe und eine 130 m2 große Solarkollektorenanlage, ergänzt durch eine Fotovoltaikanlage, gedeckt.

Die Jury ist vom Gesamtkonzept dieses Wiener Hotels beeindruckt. Die Heizung des Hotels wird mittels Betonkernaktivierung und Flächenheizung gewährleistet. So wird das Hotel Stadthalle nicht nur in naher Zukunft das erste Null-Energie-Stadthotel sein, das Haus ist zudem seit vielen Jahren mit dem Österreichischen Umweltzeichen und seit kurzem als erstes Wiener Hotel auch mit dem Europäischen Umweltzeichen ausgezeichnet.

T-Systems Austria GmbH entwickelte mit Green Dynamics ein computerbasiertes Modell, mit dessen Hilfe sich Effizienzsteigerungen im Energieverbrauch und damit potenzielle Reduktionen bei den CO2-Emissionen optisch einfach und nachvollziehbar aufzeigen und darstellen lassen.
Das Thema "Green IT" erlangt zunehmend an Bedeutung. Mit der Auszeichnung des vorliegenden Projektes anerkennt die Jury die Bemühungen um eine umweltverträgliche Auslegung des Rechenzentrums am Wiener Standort. Mit der Entwicklung eines Produktes zur Simulation wurde ein Tool entwickelt, das großflächig auch auf andere Standorte und Unternehmen übertragen werden kann.

Kraft Foods Österreich GmbH verlegt in Wien, Berlin und Tschechien den Transfer von Rohkaffee von der Straße auf die Schiene. Kraft Foods kann durch den Umstieg auf die Bahn 35 Prozent des Energieverbrauchs beim Transport und zugleich auch die Transportkosten deutlich reduzieren.

Die Jury würdigt besonders die erfolgreiche Verlagerung des Transports von der Straße auf die Schiene und die Tatsache, dass dieses Modell von Wien ausgehend Schule gemacht hat. Oft werden derartige Initiativen nur diskutiert, im Falle von Kraft Foods ist die Umsetzung vorbildlich gelungen, noch dazu bei einer gleichzeitigen Einsparung von Transportkosten.

Das Halbleiterunternehmen NXP Semiconductors Austria GmbH kann durch LED-Technologie beim Zusammenkleben von Handy-Minilautsprechern weitreichende Einsparungen erzielen. Im Vergleich zu den bisher eingesetzten UV-Lampen reduziert sich der Stromverbrauch um 93 Prozent.

Der Eingriff in einen sensiblen Kernbereich der Produktion, die neue Anwendung der zukunftsträchtigen LED-Technologie und die dadurch erzielten vielfachen Vorteile haben die Jury von dieser Maßnahme überzeugt.

Umweltbilanz 2008: Das hat der ÖkoBusinessPlan Wien bisher erreicht

680 Wiener Betriebe haben von 1998 bis 2008 am ÖkoBusinessPlan Wien teilgenommen und gemeinsam folgende Einsparungen erzielt:

o Einsparung Betriebskosten: 104,2 Mio. Euro
o Einsparung Trinkwasser: 2.078.700 Kubikmeter
o Einsparung Abfall: 114.912 Tonnen
o Einsparung gefährliche Abfälle: 6.572,6 Tonnen
o Einsparung Energie: 175,3 GWh
o Einsparung Transportkilometer: 85,8 Mio. Kilometer
o Einsparung CO2: 51.472,7 Tonnen
o Einsparung Rohstoffe 21.000 Tonnen

Die eingesparten Kilometer beim Transport würden ausreichen, die Erde 2.141 mal zu umrunden, die eingesparte Energie könnte 58.433 Wiener Haushalte ein Jahr lang versorgen. Das eingesparte Trinkwasser würde 670 olympische Schwimmbecken füllen, und mit dem eingesparten Abfall könnte das Ernst-Happel-Stadion 1,43 Mal befüllt werden.

ÖkoBusinessPlan Wien - das Umwelt-Service-Paket der Stadt Wien

Der ÖkoBusinessPlan Wien ist das Umwelt-Service-Paket der Stadt Wien für Wiener Unternehmen. 1998 von der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22 ins Leben gerufen, unterstützt der ÖkoBusinessPlan Wiener Unternehmen bei der Umsetzung von umweltrelevanten Maßnahmen im Betrieb und trägt dazu bei, Betriebskosten zu senken. 680 Wiener Unternehmen haben bereits Verbesserungsmaßnahmen gesetzt, von der Abfallvermeidung über Energiesparmaßnahmen bis hin zur Umstellung von kompletten Produktionsprozessen. Der ÖkoBusinessPlan Wien leistet auch einen wesentlichen Beitrag zum Wiener Klimaschutzprogramm (KliP). PartnerInnen des ÖkoBusinessPlan Wien sind: Wirtschaftskammer Wien, WIFI Wien, Lebensministerium, AK Wien, ÖGB, Wiener Wirtschaftsförderungsfonds WWFF-ZIT, Gewerbetechnische Sachverständige (MA 36) sowie die Magistratischen Bezirksämter (Gewerbebehörde). Zusätzlich gefördert wird das Programm aus Mitteln des Ökostromfonds für Wien.

Weitere Informationen zum ÖkoBusinessPlan Wien und zum Umweltpreis der Stadt Wien 2009 sind unter www.oekobusinessplan.wien.at abrufbar.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) vor

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Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22)
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Mobil: 0676/8118 73422
E-Mail: mathilde.urban@wien.gv.at

Gabriele Faber-Wiener
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E-Mail: gabi.faber-wiener@trimedia.at

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