Hofer: Bartenstein als energiepolitischer Geisterfahrer

Nabucco die falsche Pipeline-Abzweigung; Abhängigkeiten sind zu beenden, nicht zu streuen!

Wien (OTS) - "Martin Bartenstein, der sich bereits im Zuge der Selbstverpflichtung Österreichs zu utopischen Klimaschutzzielen als Ruinator der österreichischen Volkswirtschaft betätigte, entpuppt sich neuerdings als energiepolitischer Geisterfahrer", so heute der freiheitliche Energiesprecher NAbg Ing. Norbert Hofer. "Wenn Bartenstein verlangt, das Erdgas-Pipeline-Projekt Nabucco müsse in der EU-Konjunkturoffensive namentlich erwähnt werden, so spricht das für geringes bis tragisch fehlgepoltes Problembewusstsein."

Nabucco sei in derselben Kategorie einzuordnen wie das höchst umstrittene Ilisu-Staudammprojekt am Tigris. Beide Projekte sorgten für satte Gewinne weniger Unternehmen und eine weitere Gefährdung unserer künftigen Versorgungssicherheit. Der erpresserischen Türkei, die bereits energiepolitische Konsequenzen androhte, sollten ihre EU-Beitrittsverhandlungen nicht zügig vorangehen, durch Nabucco die Kontrolle über die europäische Energieversorgung in die Hand zu legen, heißt einen ausrechenbaren >Teufel< mit einem völlig unberechenbaren Beelzebub austreiben.

"Wenn Herrn Bartenstein die Profite der OMV so sehr am Herzen liegen, soll er sich aus dem österreichischen Nationalrat verabschieden und an Herrn Ruttenstorfers Seite wechseln", rät Hofer. "Andernfalls soll er sich der Prioritätensetzung eines österreichischen Volksvertreters bemüßigen und aufhören, verschärfte Abhängigkeit als die Freiheit von morgen zu preisen."

Immerhin trage die OMV mit Gas-Testförderungen in Pakistan, mit ihrer Ölproduktion in Neuseeland, der Investition von 300 Millionen Euro in das türkische Gaskraftwerk Samsun oder der Errichtung eines Gaskraftwerks im rumänischen Petrobrazi herzlich wenig zur notwendigen Energiewende in Österreich bei. Im Gegenteil helfe sie mit, diese zu blockieren. "Und Martin Bartenstein, dem wir, wie seinen Beihilfsministern Molterer und Pröll, klaffende Budgetlöcher wie jenes zu verdanken haben, das durch den CO2-Zertifikatehandel gerissen wird (bis dato über 500 Millionen Euro), sollte sich als Wortspender in Energieversorgungsfragen in Zurückhaltung üben."

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