Armutsrisiko Arbeitslosigkeit: AK-Initiative für höheres Arbeitslosengeld

Linz (OTS) - Das Arbeitslosengeld in Österreich ist mit 55 Prozent des Nettolohns viel zu niedrig, kritisiert die AK Oberösterreich. Sie forderte die oberösterreichischen Abgeordneten zum National- und Bundesrat auf, einen Initiativantrag im Parlament zur Erhöhung der Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld auf 75 Prozent zu stellen.

Die Arbeitslosigkeit wird im Laufe der nächsten Monate Rekordwerte erreichen. Da auch die Wirtschaftsprognosen keine Entspannung auf dem Arbeitsmarkt erwarten lassen, hat die Arbeiterkammer Oberösterreich ein Aktionsprogramm für Beschäftigung erarbeitet, um die Krise zu meistern.

Ein zentrales Anliegen ist die soziale Absicherung bei Arbeitslosigkeit. Diese kann im Vergleich mit anderen europäischen Ländern bei weitem nicht mithalten: In Österreich beträgt die Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld derzeit 55 Prozent, im EU-Durchschnitt liegt sie bei 70 Prozent.

Die ständig steigende Arbeitslosigkeit bedeutet auch in Oberösterreich steigende Armut. Mit mindestens einer arbeitslosen Person in einem Haushalt erhöht sich das Risiko, unter die Armutsschwelle zu sinken, von durchschnittlich zwölf auf 37 Prozent -bei Langzeitarbeitslosigkeit sogar auf 52 Prozent!

Die Arbeiterkammer Oberösterreich fordert deshalb dringend die jährliche Anpassung des Arbeitslosengeldes an die Inflationsrate und vor allem eine generelle Erhöhung der Nettoersatzrate. "Wir wollen dieses Vorhaben möglichst rasch in parlamentarische Behandlung bringen", erklärt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. "Zu diesem Zweck haben wir eine überparteiliche Initiative oberösterreichischer Abgeordneter zum Nationalrat und Bundesrat angeregt und diese aufgefordert, daran mitzuwirken", so Kalliauer.

Kontakt: Mag. Dominik Bittendorfer, Tel. 050/6906-2191
E-Mail: dominik.bittendorfer@akooe.at

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich
Kommunikation
Mag. Dominik Bittendorfer
Tel.: (0732) 6906-2182
presse@akooe.at
http://www.arbeiterkammer.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO0001